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31. Mai 2019 // 12:34 Uhr

Wanderlust: Die besten Reiseziele mit dem Rucksack

InspiredByLuxury·Aus dem Archiv, neu aufgelegt

2019 haben wir dir Laos, Bolivien und Island als Rucksack-Ziele empfohlen. Was ist daraus geworden? Hier kommt das Update mit den Einreise-Regeln und Preisen, die 2026 zählen.

2019 haben wir dir Laos, Bolivien und Island als Backpacking-Ziele ans Herz gelegt. Sechs Jahre später hat sich einiges verschoben: Einreise-Regeln, Preise, der Hype um die perfekte Spiegel-Aufnahme. Hier kommt das Update, mein Herz, mit den Zahlen, die 2026 wirklich zählen.

Boarding

  • Backpacking heißt 2026 vor allem: leichtes Gepäck, kleines Budget, viel Spontaneität. Das Prinzip hat überlebt, die Rahmenbedingungen haben sich geändert.
  • Bolivien hat 2025 die Einreise vereinfacht, die Salar-de-Uyuni-Tour kostet je nach Startpunkt rund 140 bis 260 Euro für drei Tage.
  • Island bleibt das Naturkino Europas, ab Ende 2026 brauchst du für Schengen die ETIAS-Vorabregistrierung für rund 20 Euro.
  • Laos ist weiter eines der günstigsten Ziele Südostasiens, ideal für deine erste längere Rucksack-Reise.
  • Plane lose, buche wenig im Voraus und lass Platz für die Umwege. Genau die bleiben am Ende hängen.
Wanderlust: Die besten Reiseziele mit dem Rucksack

Was Backpacking 2026 wirklich bedeutet

Reisen mit nichts als einem Rucksack auf dem Rücken: Das ist die Idee geblieben, die schon 2019 in diesem Beitrag stand. Du reist mit kleinem Budget, suchst dir die Unterkunft vor Ort statt Monate vorher, bewegst dich zu Fuß, per Bus, Boot oder Roller und entscheidest oft erst morgens, wo du abends schläfst. Was sich verändert hat, ist drumherum: Hostels buchst du heute über Apps, die SIM-Karte ersetzt die eSIM, und an vielen Grenzen warten neue digitale Einreise-Systeme.

Der eigentliche Reiz hat damit nichts verloren. Wenig Plan heißt viel Raum für die Begegnungen, die eine Reise tragen. Die Locals, die dir den Weg zur namenlosen Lagune zeigen. Das Nachtbus-Gespräch, das du nie vergisst. Das ist kein Stoff für ein Hochglanz-Reels, sondern der Grund, warum Menschen seit Jahrzehnten den Koffer stehen lassen.

Backpacking ist kein Stil, sondern eine Haltung: weniger mitnehmen, mehr erleben.

Laos: das ruhige Einsteiger-Ziel

Laos, übersetzt das Land der Tausend Elefanten, war 2019 unser Tipp für alle, die Südostasien ohne Massentourismus wollen. Das gilt weiter. Luang Prabang im Norden zählt zu den schönsten Städten der Region, im Süden warten die 4.000 Inseln im Mekong. Du bewegst dich günstig per Boot, Bus oder Roller, Unterkünfte gibt es für kleines Geld, und das Tempo ist langsamer als beim lauten Nachbarn Thailand.

Für deine erste längere Rucksack-Reise ist Laos fast ideal. Die Wege sind überschaubar, die Menschen entspannt, und die Landschaft aus Bergen, Tälern und Reisfeldern nimmt dir die Eile ab. Wer Südostasien zum ersten Mal mit dem Rucksack angeht, findet hier eine sanfte Einführung.

Bolivien: was sich seit 2019 geändert hat

Bolivien war damals unser Südamerika-Pflichtstopp, und genau hier hat sich am meisten getan. Das Land hat 2025 die Einreise für mehrere Nationalitäten vereinfacht und Visa-Hürden abgebaut. Reisen ist seitdem entspannter geworden. Mit rund 25 Euro am Tag kommst du als Backpacker gut über die Runden, Bolivien bleibt eines der günstigsten Ziele des Kontinents.

Der Höhepunkt ist nach wie vor die Salar de Uyuni, die größte Salzpfanne der Welt. Die klassische Drei-Tages-Tour kostet je nach Startpunkt unterschiedlich: ab Uyuni selbst bist du am günstigsten dabei, ab La Paz etwas teurer, und wer aus dem chilenischen San Pedro de Atacama startet, zahlt am meisten. Grob bewegst du dich zwischen 140 und 260 Euro für drei Tage inklusive Unterkunft, Verpflegung und Transport. Den berühmten Spiegeleffekt, bei dem sich der Himmel im Wasser über dem Salz bricht, erwischst du am ehesten von Ende Januar bis März in der Regenzeit. Wer die endlose weiße Salzkruste unter tiefblauem Himmel will, reist in der Trockenzeit von Mai bis Oktober.

Island: Naturkino mit neuer Einreise-Regel

Island stand 2019 für Wasserfälle, aktive Vulkane und Nordlichter, und daran hat sich kein Stück geändert. Eishöhlen, Geysire, die bunte Hauptstadt Reykjavik: Die Insel bleibt das vielleicht dichteste Naturkino Europas. Bereisbar ist sie das ganze Jahr, die Hauptsaison liegt zwischen Juni und August mit langen Tagen und milden Temperaturen.

Neu ist die Bürokratie an der Grenze. Island gehört zum Schengen-Raum, und ab Ende 2026 brauchst du für die meisten visafreien Drittstaaten die ETIAS-Vorabregistrierung. Sie kostet rund 20 Euro, gilt für Aufenthalte bis zu 90 Tagen und ist online in wenigen Minuten erledigt. Als Reisende aus Deutschland bist du davon nicht betroffen, das System richtet sich an Gäste von außerhalb der EU. Gut zu wissen, falls du mit Mitreisenden aus Übersee planst.

So packst du heute leichter

Die Faustregel ist die alte geblieben: Pack alles ein, leg die Hälfte wieder raus. Ein 40- bis 50-Liter-Rucksack reicht für Wochen. Wer leicht reist, bewegt sich freier, spart an Gepäckgebühren und ist schneller von der Bushaltestelle im Hostel. Wenn du beim Thema Rucksack ohnehin gerade stöberst, lohnt ein Blick auf unsere Übersicht zu den besten Rucksäcken, die gerade ihr Comeback feiern. Und wer es lieber näher und langsamer mag, findet bei den unentdeckten Perlen Europas Ziele, die ohne Langstreckenflug auskommen.

Gut zu wissen

Brauche ich für Island bald ein Visum?

Nein, kein Visum. Island gehört zum Schengen-Raum, für Reisende aus Deutschland bleibt die Einreise frei. Ab Ende 2026 brauchen Gäste aus visafreien Drittstaaten die ETIAS-Vorabregistrierung, sie kostet rund 20 Euro und gilt 90 Tage.

Wie viel kostet die Salar-de-Uyuni-Tour 2026?

Eine klassische Drei-Tages-Tour liegt je nach Startpunkt grob zwischen 140 und 260 Euro inklusive Unterkunft, Verpflegung und Transport. Ab Uyuni selbst reist du am günstigsten, ab San Pedro de Atacama in Chile am teuersten.

Welches Ziel eignet sich für die erste Backpacking-Reise?

Laos ist ein sanfter Einstieg: günstig, überschaubare Wege und ein entspanntes Tempo. Wer Europa bevorzugt, fährt mit einem Roadtrip durch unterschätzte Ecken am wenigsten Risiko.

Wie groß sollte der Rucksack sein?

Für mehrwöchige Reisen reichen 40 bis 50 Liter. Mehr verleitet nur dazu, zu viel mitzunehmen. Leicht packen heißt freier reisen und an Gepäckgebühren sparen.

Bildquelle: Unsplash / Ivana Cajiña
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