//STYLEDie Rucksäcke feiern ihren Comeback - Die besten für deinen Alltag
30. März 2022 // 15:31 Uhr

Die Rucksäcke feiern ihren Comeback – Die besten für deinen Alltag

InspiredByLuxury·Aus dem Archiv, neu aufgelegt

Im Frühjahr 2022 haben wir dir vier Rucksackmarken zwischen Design und Nachhaltigkeit vorgestellt. Wir haben nachgeschaut, was aus GOT BAG, Baggu, Herschel und Fjällräven seitdem geworden ist.

Vier Marken haben wir dir 2022 als Antwort auf die Rucksack-Rückkehr empfohlen: GOT BAG aus Meeresplastik, das knallbunte Baggu, der Allrounder Herschel und der Klassiker Fjällräven. Drei Jahre später sind alle vier noch da, einer hat sich am stärksten verändert. Hier ist der Stand 2025, plus die Frage, die du dir vor dem Kauf wirklich stellen solltest.

Quick Fitting

  • GOT BAG sammelt nach eigenen Angaben bis zu fünf Kilogramm Plastik für jeden Rucksack – das Material kommt über ein Sammler-Netzwerk in Indonesien.
  • Baggu startete 2007 als Mutter-Tochter-Projekt mit einer faltbaren Einkaufstasche und macht heute Rucksäcke in seinen typischen Prints.
  • Herschel bleibt der sichere Griff für Pendler: zeitloses Design, jede Größe vom Mini bis XL.
  • Fjällräven Kånken ist der eckige Dauerbrenner aus Vinylon – gesehen hat ihn jeder, weg ist er nie.
  • Nachhaltigkeit ist kein Bonus mehr, sondern Verkaufsargument – aber der grünste Rucksack ist der, den du lange trägst.

GOT BAG: aus dem Meer auf den Rücken

Fangen wir mit GOT BAG an, weil hier das Prinzip am deutlichsten ist. Die Mainzer Marke produziert seit 2016 Rucksäcke aus recyceltem Meeresplastik. Für jedes Modell sammelt sie nach eigenen Angaben bis zu fünf Kilogramm Plastik aus dem Meer. Das Material stammt aus einem Sammler-Netzwerk in Indonesien, das den Kunststoff aus Küstenregionen herausholt, bevor er wieder im Wasser landet.

Gründer Benjamin Mandos hat als Kind viel Zeit am Meer verbracht und das Plastik an den Stränden als Problem erlebt, lange bevor es Mainstream-Thema wurde. Aus diesem Antrieb ist eine Marke geworden, die ihr Versprechen sichtbar macht: Der bekannte Rolltop-Rucksack trägt das raue, leicht gummierte Material offen zur Schau, statt es zu kaschieren. Wer einen Begleiter für Büro, Uni oder Wochenende sucht und dabei eine Geschichte mitkaufen will, ist hier richtig.

Der nachhaltigste Rucksack ist nicht der mit dem besten Recycling-Siegel, sondern der, den du fünf Jahre lang täglich trägst.

Junge Frau mit Rucksack unterwegs in der Stadt
Rucksack im Alltag: praktisch, schonend für den Rücken und längst ein Style-Statement.

Baggu: Mutter-Tochter-Projekt mit Print-Tick

Baggu aus New York ist 2007 als kleines Familienprojekt gestartet. Emily Sugihara hat die erste faltbare Einkaufstasche mit ihrer Mutter Joan entwickelt – ein günstiger, wiederverwendbarer Beutel aus Ripstop-Nylon, der den Plastikbeutel an der Kasse ersetzen sollte. Aus dieser einen Tasche ist ein ganzes Sortiment geworden, Rucksäcke inklusive.

Der Unterschied zu den anderen drei Marken liegt im Look. Baggu setzt auf Muster und Farben, die bewusst auffallen: gestreift, geblümt, knallig. Wer einen Rucksack will, der nicht nach Funktionsware aussieht, sondern nach Statement, findet hier am ehesten etwas. Nachhaltigkeit stand laut Unternehmen von Anfang an auf der Agenda – als kleines Label mit wenig Budget musste Baggu lange an jeder Ecke sparen, der Anspruch ist aber geblieben.

Herschel: der unauffällige Allrounder

Wer eine Marke sucht, die viele Größen und ruhige Designs kombiniert, landet bei Herschel. Das kanadische Label besteht seit 2009 und ist auf zeitlose Taschen mit sauber verarbeiteten Details fokussiert. Der Classic-Rucksack ist das simpelste Modell der Reihe und genau deshalb so verbreitet im Pendler-Alltag.

Die Stärke liegt in der Auswahl: Vom Mini über Mid-Volume und Standard bis XL gibt es für fast jeden Bedarf eine Variante. Dazu kommen regelmäßige Kollaborationen, die das eher zurückhaltende Sortiment auflockern. Herschel ist der Griff für alle, die einen Rucksack wollen, der zu allem passt und nichts beweisen muss.

Fjällräven: der eckige Klassiker, den jeder kennt

Den Fjällräven Kånken hat wirklich jeder schon mal gesehen. Die viereckige Form, die kräftigen Farben, der Fuchs als Logo und die verstellbaren Träger sind unübersehbar. Der Klassiker besteht aus Vinylon, einem dicht gewebten und wetterfesten Stoff, der dem Rucksack seine charakteristische Steifigkeit gibt.

Dass viele ihn tragen, macht ihn nicht beliebig. Der Kånken ist praktisch, robust und im Vergleich zu manchem Designer-Modell bezahlbar. Es gibt ihn in mehreren Größen, sodass vom Tagesrucksack bis zum kleinen Begleiter alles dabei ist. Wer einen Rucksack will, der in zehn Jahren immer noch aktuell aussieht, macht hier wenig falsch.

Was du vor dem Kauf wirklich prüfen solltest

Drei Jahre nach unserem ersten Beitrag steht eines fest: Nachhaltigkeit ist vom Nischenargument zum Standardversprechen geworden. Fast jede Marke wirbt heute mit recyceltem Material oder fairer Produktion. Genau deshalb lohnt der zweite Blick. Ein Rucksack aus Meeresplastik, der nach zwei Jahren auseinanderfällt, ist ökologisch teurer als ein Klassiker, der ein Jahrzehnt hält. Frag also nicht nur nach dem Material, sondern nach Verarbeitung, Reparaturservice und Garantie. Der grünste Rucksack bleibt der, den du nicht so schnell ersetzen musst.

Mehr zu Materialien, die gerade ein Comeback feiern, liest du in unserem Beitrag zu Leinen als Trendstoff. Und wenn du wissen willst, welche Teile sonst noch in die Saison passen, hilft unsere Übersicht zu den Fashiontrends.

Kurz geklärt

Welcher Rucksack ist am nachhaltigsten?

GOT BAG punktet am stärksten beim Material, weil jeder Rucksack aus recyceltem Meeresplastik besteht. Wirklich nachhaltig wird aber jede Marke erst, wenn du den Rucksack lange trägst. Achte deshalb genauso auf Verarbeitung und Reparaturmöglichkeit wie auf das Recycling-Siegel.

Aus welchem Material besteht der Fjällräven Kånken?

Der klassische Kånken wird aus Vinylon gefertigt, einem dicht gewebten, wetterfesten Stoff. Er sorgt für die typische eckige Form und macht den Rucksack robust und leicht abwischbar.

Seit wann gibt es Baggu?

Baggu ist 2007 in New York gestartet. Emily Sugihara hat die erste faltbare Einkaufstasche zusammen mit ihrer Mutter Joan entwickelt. Heute reicht das Sortiment von Beuteln bis zu gemusterten Rucksäcken.

Lohnt sich ein teurerer Marken-Rucksack?

Wenn er länger hält, ja. Ein etwas teureres Modell mit besserer Verarbeitung amortisiert sich gegenüber zwei billigen, die du nacheinander ersetzt – finanziell und ökologisch.

Bildquelle Titelbild: Unsplash / Zachary Keimig. Inline-Bild: Pexels / Ketut Subiyanto.

Bildquelle: Bildquelle Titelbild: Unsplash / Zachary Keimig. Inline-Bild: Pexels / Ketut Subiyanto
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