
Mobile und effiziente Outdoor-Stromversorgung
2023 haben wir über die mobile Stromversorgung aus München berichtet. Drei Jahre später heißt der Anbieter anders, die Frage bleibt: Wie kommt zuverlässig Strom ins Zelt, ins Wohnmobil und auf den Festivalplatz?
Strom abseits der Steckdose ist auf dem Campingplatz, beim Festival und im Wohnmobil kein Komfortextra mehr, sondern Grundausstattung. Kühlbox, Licht, Handy und Laptop wollen versorgt sein, ohne dass ein Generator knattert. 2023 haben wir an dieser Stelle die Münchner Firma Plug-in Festivals vorgestellt, die Powerstationen, Kühlboxen und Solarmodule verleiht und verkauft. Seitdem hat sich einiges getan, der Anbieter firmiert inzwischen unter dem Namen MAENTUM. Die Grundidee ist geblieben: mobile Energie zum Mieten statt zum teuren Einmalkauf.
- Powerstationen sind tragbare Akkuspeicher mit USB-, DC- und AC-Anschlüssen, ladbar über Netz, Auto oder Solar.
- Für ein Wochenende reichen 300 bis 500 Wattstunden, für Kühlbox und mehrere Tage sind ab 1.000 Wattstunden sinnvoll.
- Solarmodule liefern auch bei Bewölkung Reststrom und verlängern die Laufzeit spürbar.
- Mieten lohnt sich, wenn du die Geräte nur für die Festivalsaison oder einzelne Trips brauchst.
- Der Münchner Anbieter Plug-in Festivals heißt seit dem Rebranding MAENTUM, das Verleihmodell läuft weiter.
Powerstation, Kühlbox, Solar: Was du wirklich brauchst
Das Herzstück jeder mobilen Stromversorgung ist die Powerstation, ein tragbarer Batteriespeicher mit eingebautem Wechselrichter. Sie versorgt Smartphones und Laptops genauso wie kleine Haushaltsgeräte und Kühlboxen. Entscheidend ist die Kapazität in Wattstunden: Kleine Modelle mit 300 bis 500 Wattstunden decken einen Wochenendtrip mit Handy, Lampe und Musikbox ab. Wer eine Kühlbox über mehrere Tage betreiben will, sollte zu Modellen ab 1.000 Wattstunden greifen. Geladen wird über das Stromnetz, den Zigarettenanzünder im Auto oder ein Solarmodul.
Die Kühlbox ist auf dem Festival oft wichtiger als jedes Gadget. Kompressor-Kühlboxen halten Lebensmittel und Getränke über Tage zuverlässig kalt und arbeiten leise genug fürs Zelt oder Wohnmobil. Größere Modelle fassen rund 50 Liter. Der Stromhunger ist dabei der entscheidende Faktor für die Dimensionierung der Powerstation, denn eine Kühlbox läuft im Dauerbetrieb und zieht über den Tag spürbar Kapazität.
Solarmodule schließen den Kreis. Faltbare Panels lassen sich in Minuten aufstellen und speisen die Powerstation tagsüber nach. Moderne Module arbeiten mit MPPT-Technik und holen auch bei bedecktem Himmel noch Reststrom heraus. Eine 500-Wattstunden-Station mit einem 100-Watt-Faltpanel reicht bei gutem Wetter für Kühlbox, Handy, Licht und Musik, ohne dass du je an eine Steckdose musst.
Wer nur die Festivalsaison überbrücken will, fährt mit Mieten meist günstiger und flexibler als mit dem Kauf einer Anlage, die elf Monate im Keller steht.
Kaufen oder mieten: die ehrliche Rechnung
Eine ordentliche Powerstation mit 1.000 Wattstunden und passendem Solarmodul kostet im Kauf schnell einen mittleren dreistelligen bis vierstelligen Eurobetrag. Das lohnt sich, wenn du regelmäßig autark unterwegs bist, im Wohnmobil lebst oder eine Notstromreserve für zuhause willst. Aktuelle LiFePO4-Akkus halten über 3.500 Ladezyklen, das bedeutet jahrelange Nutzung ohne nennenswerten Kapazitätsverlust.
Für alle anderen ist Mieten die ruhigere Lösung. Genau hier setzt der Münchner Anbieter an, der früher als Plug-in Festivals bekannt war und heute MAENTUM heißt. Das Unternehmen ist während der Saison auf rund 25 bis 30 Festivals mit einem Stand vor Ort. Geliehene Powerstationen lassen sich dort gegen volle Geräte tauschen, wenn der Akku leer ist, und am Ende des Festivals einfach zurückgeben. Die Einzelmiete einer Powerstation für ein komplettes Festival startet bei rund 89 Euro, über eine Powerflatrate gibt es unbegrenztes Laden für Geräte bis 500 Watt Dauerleistung. Wer also einmal im Jahr aufs Festival fährt, spart sich Anschaffung, Lagerung und Pflege.

So planst du deine Energie fürs Wochenende
Rechne vor dem Trip grob zusammen, was du betreiben willst. Ein Smartphone braucht pro Ladung rund 15 Wattstunden, ein Laptop je nach Modell 50 bis 100, eine LED-Lichterkette ein paar Watt im Dauerbetrieb, eine Kompressor-Kühlbox je nach Außentemperatur 200 bis 400 Wattstunden pro Tag. Addiere die Tagesverbräuche, plane einen Puffer von rund 30 Prozent ein und du hast die nötige Kapazität. Kommt Sonne dazu, kannst du die Station kleiner wählen, weil das Solarmodul tagsüber nachlädt. Diese Logik gilt für den Festivalplatz genauso wie für den nächsten Roadtrip mit dem Camper.
Wer das erste Mal autark unterwegs ist, sollte die Geräte vorab einmal zuhause durchspielen. So weißt du, wie lange dein Setup wirklich durchhält, bevor du im Zelt ohne Strom dastehst. Wer es eine Nummer komfortabler mag, findet die passenden Ideen in unseren Beiträgen zu Urlaub mit dem Camper und zum Glamping als komfortabler Campingvariante.
Gut zu wissen
▸Wie viele Wattstunden brauche ich fürs Festival?
Für Handy, Licht und Musikbox an einem Wochenende genügen 300 bis 500 Wattstunden. Sobald eine Kühlbox mehrere Tage mitläuft, solltest du mindestens 1.000 Wattstunden einplanen oder ein Solarmodul zum Nachladen kombinieren.
▸Lohnt sich eine Powerstation oder reicht mieten?
Kaufen rechnet sich bei regelmäßiger Nutzung, im Wohnmobilalltag oder als Notstromreserve. Wer nur die Festivalsaison oder einzelne Trips abdecken will, fährt mit Mieten günstiger und muss sich um Lagerung und Pflege nicht kümmern.
▸Funktionieren Solarmodule auch bei schlechtem Wetter?
Ja, wenn auch mit weniger Ertrag. Dank MPPT-Technik liefern moderne Faltpanels auch bei bedecktem Himmel Reststrom. An regnerischen Tagen sinkt die Ladeleistung deutlich, deshalb sollte die Powerstation groß genug sein, um eine Schlechtwetterphase zu überbrücken.
▸Gibt es Plug-in Festivals noch?
Ja, der Münchner Anbieter ist weiter aktiv, firmiert aber seit dem Rebranding unter dem Namen MAENTUM. Das Verleihmodell mit Powerstationen, Kühlboxen und Solarmodulen für Festivals und Outdoor-Events läuft unter neuem Namen weiter.



