//TASTESo wird die nächste Grillparty ein voller Erfolg!
14. Juni 2019 // 08:30 Uhr

So wird die nächste Grillparty ein voller Erfolg!

InspiredByLuxury·Aus dem Archiv, neu aufgelegt

2019 haben wir hier zum ersten Mal aufgeschrieben, wie eine Grillparty wirklich entspannt läuft. Sechs Sommer später gilt fast jeder Handgriff noch – nur die Beilagen sind bunter und das Veggie-Grillgut ist endlich gut geworden. Hier ist die aktualisierte Version.

Eine gute Grillparty steht und fällt nicht am Grill, sondern am Tag davor. Wer Marinade, Soßen und Salate vorbereitet, steht am Abend selbst mit einem Glas in der Hand am Feuer statt schwitzend in der Küche. Dieser Guide nimmt dich von der Einkaufsliste bis zum letzten Marshmallow durch – mit den Mengen, Temperaturen und Handgriffen, die den Unterschied machen.

Amuse-Bouche

  • Mariniere Fleisch und Gemüse am Vortag, dann zieht der Geschmack durch und der Partytag bleibt stressfrei.
  • Plane pro Gast rund 2 Liter alkoholfreie Getränke, etwa 300 bis 400 Gramm Grillgut und zwei bis drei Beilagen.
  • Garstufen nicht raten: Geflügel braucht mindestens 70 bis 75 °C Kerntemperatur, Schwein etwa 70 °C, ein Rindersteak medium liegt bei rund 56 °C.
  • Direkte und indirekte Zone trennen: scharf angrillen, dann zum Durchziehen an die kühlere Seite legen.
  • Veggie-Grillgut, Fingerfood vor dem Essen und ein süßer Abschluss heben die Party vom Standard ab.
So wird die nächste Grillparty ein voller Erfolg!

Die Vorbereitung entscheidet über den Abend

Mariniere das Grillgut am Vortag, damit sich der Geschmack richtig entfalten kann. Zu Lamm passt eine Kräutermarinade mit Knoblauch, Garnelen vertragen eine frische Zitronen-Chili-Note. Auch Soßen und Dips schmecken intensiver, wenn sie über Nacht durchgezogen sind. Am Partytag selbst bleibt dann nur noch frisches Brot zu kaufen und die Salate fertig anzurichten. Alles andere ist erledigt, und genau das nimmt den Druck raus.

Denk früh an die Gäste, die kein Fleisch essen. Grillkäse, Halloumi und marinierter Tofu liegen heute in jedem Supermarkt, und gegrilltes Gemüse mag am Ende der ganze Tisch. Damit Zucchini, Paprika und Aubergine auf dem Rost nicht verbrennen, bepinselst du sie vorher dünn mit Öl. Plane pro Person etwa 300 bis 400 Gramm Grillgut ein, dazu zwei bis drei Beilagen. Lieber eine Portion zu viel als hungrige Gäste, Reste lassen sich am nächsten Tag prima verarbeiten.

Der Partytag gehört dir, nicht der Küche. Wer am Vortag vorlegt, steht abends mit einem Glas am Grill statt am Spülbecken.

Garstufen: Wo Bauchgefühl aufhört und Sicherheit anfängt

Beim Steak ist die Garstufe Geschmackssache, bei Geflügel und Schwein nicht. Hähnchen, Pute und Ente sollten eine Kerntemperatur von mindestens 70 bis 75 °C erreichen, sonst wird es lebensmittelhygienisch heikel. Schweinefleisch ist bei rund 70 °C saftig durch. Ein Rindersteak liegt medium bei etwa 56 °C, well done ab 65 °C. Ein günstiges Einstich-Thermometer nimmt dir das Raten ab und rettet jedes teure Stück Fleisch vor dem Austrocknen.

Der zweite Profi-Griff ist die Zoneneinteilung. Richte eine heiße direkte Zone für das scharfe Angrillen ein und eine kühlere indirekte Zone zum Durchziehen. So bekommen Steaks ihre Röstaromen, ohne dass dickere Stücke außen verbrennen, bevor sie innen gar sind. Vor dem Anschnitt lässt du Fleisch ein paar Minuten ruhen, dann bleibt der Saft drin statt auf dem Brett.

Der Burger-Bar-Trick und das richtige Drumherum

Würstchen und Steaks sind die Klassiker, aber wenn du deine Gäste überraschen willst, baust du eine Burger-Bar auf. Brate die Pattys vor und stell auf dem Buffet alles bereit: Brötchen, Käse, Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Salat, Bacon und mehrere Soßen. Jeder belegt seinen Burger nach Lust und Laune, und das Gespräch am Buffet kommt ganz von allein in Gang.

Beim Drumherum zählt vor allem das richtige Kalkulieren der Mengen. Rechne mit etwa 2 Litern alkoholfreien Getränken pro Person und stell genug Eiswürfel kalt, die werden notorisch unterschätzt. Wähle nach Möglichkeit eine wetterfeste Location, dann macht euch ein Sommerregen keinen Strich durch die Rechnung. Sorge früh für genug Sitzgelegenheiten, Geschirr und Gläser. Eine gemütliche Deko aus Kerzen, Lampions und ein paar Kräutertöpfen verwandelt jeden Hinterhof in eine Sommerbühne. Wer parallel an den Drinks feilt, findet in unseren Sommer-Cocktails ein paar Rezepte, die mehr hermachen als Bier und Limo.

Die Kirsche auf der Sahnetorte

Bis alle Gäste da sind oder die Kohle die richtige Temperatur hat, vergeht meist eine gute halbe Stunde. Diese Wartezeit überbrückst du charmant mit Fingerfood: Spieße mit Melone und Schinken, kleine Gläser mit Salat oder Käsespieße sind schnell gemacht und höflich zur Geduld deiner Gäste. Für den süßen Abgang nach dem Grillen wandern Backbananen, Ananasringe mit Honig oder die klassischen Marshmallows auf den Rost. Hier darfst du deiner Fantasie freien Lauf lassen.

Wer die Party gleich zum größeren Sommerfest ausbauen will, holt sich in Sommer, Sonne, Gartenparty die Ideen für Deko und Atmosphäre dazu. Und wenn du das Menü über die Grillklassiker hinaus heben willst, liefert Das Menü, über das alle reden werden die nötige Inspiration.

Gut zu wissen

Wie viel Grillgut plane ich pro Gast?

Rechne mit etwa 300 bis 400 Gramm Fleisch oder Veggie-Grillgut pro Person, dazu zwei bis drei Beilagen. Bei reinem Fleisch-Publikum eher das obere Ende, bei vielen Salaten und Brot reicht weniger.

Welche Kerntemperatur braucht das Fleisch?

Geflügel mindestens 70 bis 75 °C, Schwein rund 70 °C, ein Rindersteak medium etwa 56 °C und well done ab 65 °C. Bei Geflügel im Zweifel lieber etwas höher, hier geht Lebensmittelsicherheit vor Saftigkeit.

Was kann ich am Vortag vorbereiten?

Marinaden, Soßen, Dips und vorgegrilltes Gemüse lassen sich problemlos vorbereiten. Am Partytag bleiben nur frisches Brot und die Salate. So bleibt am Abend Zeit für die Gäste statt für die Küche.

Wie verhindere ich, dass Gemüse auf dem Grill verbrennt?

Bepinsle Zucchini, Paprika und Aubergine vorher dünn mit Öl und leg sie in die kühlere indirekte Zone, statt direkt über die Glut. So gart es durch, ohne außen zu verkohlen.

Bildquelle: Pexels / rawpixel
Weiterlesen

Mehr aus //TASTE

Sauvignon, der nicht nach Passat schmeckt
//TASTE

Sauvignon, der nicht nach Passat schmeckt

23. Juli 2026
Warum echtes Brot drei Tage braucht
//TASTE

Warum echtes Brot drei Tage braucht

12. Juli 2026
Foie Gras ohne den Zwang
//TASTE

Foie Gras ohne den Zwang

12. Juli 2026