//TASTEFive Guys - jetzt auch in Deutschland!
21. Januar 2019 // 14:20 Uhr

Five Guys – jetzt auch in Deutschland!

InspiredByLuxury·Aus dem Archiv, neu aufgelegt

Die US-Burger-Kette Five Guys hat nun ihre erste Niederlassung in Deutschland eröffnet. Aber was macht diese beliebte Fast-Food-Kette so besonders?

In 2019 haben wir über Five Guys in Deutschland berichtet, kurz nach der ersten Filiale in München. Was wurde daraus? Der Text erzählt vor allem, warum die US-Kette damals auffiel: wenige Burger-Grundformen, kostenlose Toppings, frische Pommes, Erdnussöl und ein Getränkeautomat mit mehr Spieltrieb als nötig.

Amuse-Bouche

  • Five Guys entstand 1986 in Arlington nahe Washington D.C. aus der Familie Murrell.
  • Die erste deutsche Filiale eröffnete laut damaligem Artikel in München.
  • Vier Standard-Burger lagen unter zehn Euro, kleinere Portionen kosteten zwei Euro weniger.
  • Kostenlose Toppings machten laut Rechnung 250.000 Kombinationen möglich.
  • Kartoffeln wurden frisch geschnitten und in Erdnussöl frittiert.
Five Guys - jetzt auch in Deutschland!

Ein Burgerladen mit Familiengeschichte

Five Guys klingt erst einmal wie ein sehr einfacher Name. Genau das ist er auch. Janie und Jerry Murrell eröffneten 1986 das erste Lokal in Arlington nahe Washington D.C. Das Ehepaar hatte vier Söhne, Vater plus vier Jungs ergaben fünf Männer. Später kam ein sechster Sohn dazu, der Name blieb. Das ist keine komplizierte Markenlegende, sondern eine Geschichte, die man sich merkt.

Als die erste deutsche Filiale in München eröffnete, war der Reiz genau diese Mischung aus amerikanischem Direktgefühl und klarer Speisekarte. Burger, Pommes und Milchshakes. Mehr braucht ein Laden manchmal nicht, wenn die Details stimmen. Der alte Artikel stellte daher nicht die Frage, ob Deutschland noch eine Burgerkette braucht, sondern was Five Guys anders macht.

Die Antwort lag weniger in großen Versprechen als im System. Vier Standard-Burger-Varianten standen im Mittelpunkt: Hamburger, Cheeseburger, Bacon Burger und Bacon Cheeseburger. Dazu gab es kleinere Portionen mit weniger Fleisch, zwei Euro günstiger. Das ist überschaubar. Die Vielfalt entstand nicht über eine endlose Karte, sondern über Beläge.

Five Guys verkaufte nicht nur Burger. Die Kette verkaufte das Gefühl, aus einem einfachen Burger dein eigenes kleines System zu machen.

Die 250.000 Kombinationen sind der eigentliche Witz

Gewürzgurken, gegrillte Pilze, Zwiebeln, Jalapenos, Paprika und verschiedene Saucen kosteten keinen Aufpreis. Daraus wurde bei Five Guys ein Baukastensystem, das fast übertrieben wirkt. Irgendwann rechnete die Kette laut damaligem Artikel aus, dass 250.000 Kombinationen möglich wären. Wer täglich eine Variante essen wollte, müsste 684 Jahre durchhalten.

Diese Zahl ist natürlich vor allem eine Geschichte für die Wand. Niemand braucht 250.000 Burger. Aber sie zeigt, warum Five Guys anders wahrgenommen wurde als ein klassischer Schnellimbiss. Du bestellt nicht nur, du entscheidest. Der Burger wird nicht komplett neu erfunden, aber er gehört dir ein Stück mehr.

Genau darin liegt der Luxus des Alltäglichen. Es muss nicht immer der weiße Tisch sein. Manchmal reicht ein Laden, der dir erlaubt, einen simplen Burger ziemlich genau so zu bauen, wie du ihn essen willst. Das ist keine feine Küche. Aber es ist eine Form von Kontrolle, und die schmeckt vielen Menschen.

Frische Pommes, Erdnussöl und der Becher zum Nachfüllen

Der alte Artikel betonte die Frische. Bei Five Guys sollten keine Gefrierschränke herumstehen, keine aufgetauten Produkte, wie man es von anderen Burgerketten kennt. Kartoffeln wurden mehrmals täglich frisch zu Pommes geschnitten und in Erdnussöl frittiert. Woher die Kartoffeln kamen, schrieben die Mitarbeiter aktuell auf eine kleine Tafel.

Das ist ein kluges Detail. Es muss nicht laut erklärt werden, es steht einfach da. Eine Tafel mit der Kartoffelherkunft sagt: Wir nehmen dieses einfache Produkt ernst. Pommes sind nicht die Beilage, die niemand meint. Sie sind Teil des Auftritts. Gerade bei einem Burgerladen entscheidet so etwas, ob man sich an den Besuch erinnert oder nicht.

Auch der Getränkeautomat gehörte zur Five-Guys-Erzählung. Ein Preis, ein Pappbecher, beliebig oft nachfüllen. Der Freestyle-Automat ermöglichte mehr als 100 Variationen. Erdbeer-Sprite war das Beispiel aus dem alten Text. Man muss das nicht trinken wollen, um den Reiz zu verstehen. Es ist die gleiche Logik wie beim Burger: Die Marke gibt dir einen Rahmen, du spielst darin herum.

Damit brachte Five Guys eine ziemlich amerikanische Idee nach München. Viel Auswahl, klare Grundprodukte, sichtbare Frische und ein bisschen Übermaß. Nicht alles daran ist elegant. Aber es ist konsequent. Und manchmal ist Konsequenz attraktiver als Feinheit.

Warum das Konzept so leicht hängen bleibt

Five Guys machte im damaligen Text nicht den Eindruck eines Ladens, der sich über feine Zurückhaltung definiert. Die Marke wirkte eher großzügig, direkt und ein bisschen überdreht. Genau das passte zu den 250.000 möglichen Kombinationen und zum Getränkeautomaten mit mehr als 100 Varianten. Man muss diese Menge nicht ausschöpfen. Es reicht, dass sie da ist.

Gleichzeitig blieb die Grundlage simpel. Burger, Pommes, Milchshake. Frische Kartoffeln, Beläge ohne Aufpreis, Nachfüllen am Automaten. Diese Mischung aus einfacher Karte und großer Kombinationsfreiheit erklärt, warum der Laden im Artikel auffiel. Five Guys machte aus Fastfood kein Luxusessen, aber aus einer schnellen Bestellung eine kleine Entscheidung mit Spielraum. Das ist ein Unterschied.

Der München-Moment war deshalb passend

Dass die erste deutsche Filiale im damaligen Artikel in München verortet wurde, passte gut zur Marke. München kennt Burger, Marken, Schlangen vor neuen Läden und eine gewisse Lust am Ausprobieren. Five Guys musste dort nicht erklären, was ein Burger ist. Die Kette musste zeigen, warum gerade ihre Version Aufmerksamkeit verdient.

Das gelang über Details, die schnell weitererzählt werden können: keine Gefrierschränke, frische Kartoffeln, Erdnussöl, kostenlose Toppings, der Becher zum Nachfüllen. Jeder Punkt ist einfach. Zusammen ergeben sie eine klare Geschichte. Und genau das braucht ein Laden, der in einem vollen Markt nicht nur satt machen will.

Und was bleibt vom ersten Besuch?

Der Rückblick zeigt vor allem, wie stark ein klares System sein kann. Niemand musste die Marke lange erklären. Du sahst die Karte, die Toppings, die Kartoffeltafel und den Automaten. Danach war klar, wie Five Guys tickt. Diese schnelle Verständlichkeit war wahrscheinlich der wichtigste Teil des Deutschlandstarts.

Gut zu wissen

Wann entstand Five Guys?

Die erste Filiale eröffnete 1986 in Arlington nahe Washington D.C., gegründet von Janie und Jerry Murrell.

Warum heißt Five Guys so?

Der Name bezog sich auf Vater Jerry Murrell und seine vier Söhne. Später kam ein sechster Sohn dazu, der Name blieb.

Was machte Five Guys in Deutschland auffällig?

Kostenlose Toppings, frisch geschnittene Pommes, Erdnussöl und ein Getränkeautomat mit vielen Varianten machten den Besuch anders als bei vielen klassischen Burgerketten.

Bildquelle: Alora Griffiths / Unsplash
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