//STYLEModisch gekleideter Wanderer auf alpinem Pfad mit nachhaltiger Outdoor-Ausrüstung
25. Juni 2019 // 10:07 Uhr

Der Countdown zur ersten OutDoor by ISPO in München läuft!

InspiredByLuxury·Aus dem Archiv, neu aufgelegt

Der Countdown zur ersten OutDoor by ISPO in München läuft. Europas größte Outdoor-Messe findet vom 30. Juni bis 3. Juli erstmals in München Riem statt. Nachhaltigkeit und neue Zielgruppen stehen im Fokus. Picture Organic Clothing präsentier

In 2019 haben wir über die erste OutDoor by ISPO in München berichtet. Was daraus bleibt? Die Messe stand schon damals für einen Richtungswechsel: Outdoor sollte nicht nur Ausrüstung sein, sondern eine Plattform für Nachhaltigkeit, neue Zielgruppen und Kleidung, die bei Regen, Wind und Alltag nicht auseinanderfällt.

Quick Fitting

  • Die OutDoor by ISPO fand vom 30. Juni bis 3. Juli 2019 erstmals auf dem Messegelände in München Riem statt.
  • Unter dem Motto „Ever New Horizons“ rückten Nachhaltigkeit und neue Zielgruppen in den Fokus.
  • Picture Organic Clothing präsentierte eine SS20-Kollektion mit Outdoorjacken, Backpacks, Boardshorts, Springsuits und Wetsuits.
  • Die Färöer-Inseln dienten als Inspirationsgrundlage für die Summer Expedition Line.
  • Materialien wie recyceltes Polyester, PFC-freie Behandlung und EicoPrene standen im Mittelpunkt.
Outdoor-Mode, die den Trail ernst nimmt und den Look nicht vergisst.
Outdoor-Mode, die den Trail ernst nimmt und den Look nicht vergisst.

Eine Messe, die Outdoor weiter dachte

Der Countdown zur ersten OutDoor by ISPO in München war 2019 mehr als eine Terminnotiz. Europas große Outdoor-Messe zog vom 30. Juni bis 3. Juli erstmals nach München Riem und kam mit einem Konzept, das die Branche breiter lesen wollte. Bergsteigen, Klettern, Bouldern, Wandern, Camping, Wassersport und Yoga standen nicht nebeneinander wie Abteilungen in einem Katalog, sondern als Ausdruck eines veränderten Outdoor-Verständnisses.

Das Motto „Ever New Horizons“ passte dazu. Es ging nicht nur um neue Produkte, sondern um die Frage, wie eine Branche aussieht, die mehr Menschen erreichen will, ohne ihre Verantwortung zu verlieren. Der alte Beitrag beschreibt genau diese Spannung: Marken, Händler und Besucher sollten ins Gespräch kommen, neue Ideen sehen und Outdoor nicht als abgeschlossenen Spezialistenbereich verstehen. Das war wichtig, weil Outdoor zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr nur Gipfel, Seil und Rucksack bedeutete. Es war auch Alltag, Reise, Sport, Stadt und Materialbewusstsein.

Interessant ist, wie aktuell diese Lesart geblieben ist. Wer heute eine leichte Jacke, einen Wetsuit oder einen Backpack kauft, fragt nicht nur nach Funktion. Er fragt nach Herkunft, Verarbeitung, Material und Stil. Genau diese Kombination wurde im Archivtext sichtbar, vor allem am Beispiel von Picture Organic Clothing.

Outdoor wurde hier nicht kleiner gemacht, sondern weiter geöffnet: für bessere Materialien, klarere Haltung und Kleidung, die mehr kann als gut aussehen.

Picture Organic Clothing als Beispiel für Haltung

Picture Organic Clothing wurde im alten Beitrag als „Environmental Action Outdoor Brand“ beschrieben. Die Marke aus Frankreich verfolgte von Beginn an einen ökologischen Ansatz und verstand diesen nicht als Beiwerk, sondern als Grundsatz. Das ist der Unterschied zwischen einem grünen Etikett und einer echten Designentscheidung. Wenn eine Outdoorjacke aus recyceltem Polyester entsteht, wenn eine Behandlung PFC-frei auskommt, wenn ein Wetsuit ohne klassisches erdölbasiertes Neopren gedacht wird, dann berührt Nachhaltigkeit das Produkt selbst.

Die SS20-Kollektion, die Picture auf der OutDoor by ISPO präsentierte, reichte vom Wetsuit über Boardshorts bis zur Outdoorjacke und zu Backpacks. Das ist kein Zufall. Outdoor funktioniert selten in einem einzelnen Kleidungsstück. Es ist ein System aus Schichten, Materialien und Situationen. Eine Jacke muss im Regen nicht nur dicht sein, sondern atmungsaktiv. Eine Boardshort muss im Wasser bestehen, aber auch nach dem Strand nicht aussehen wie ein Kompromiss. Ein Backpack muss tragen, ohne jede Bewegung schwer zu machen.

Der Archivtext legt dabei einen Punkt offen, der bis heute zählt: Nachhaltigkeit darf nicht heißen, dass Design aufgegeben wird. Picture wollte ökologische Standards halten und trotzdem Farbe, Muster und eine klare Sprache in die Kollektion bringen. Genau daraus entsteht die eigentliche Spannung.

Färöer als Landschaft im Stoff

Die Inspirationsgrundlage der Summer Expedition Line waren die Färöer-Inseln. Im Beitrag wurden Kargletscher, Fjorde, Klippen, Nordlichter, Wolken und eine Bevölkerung von 50.000 Menschen neben 80.000 Schafen genannt. Das ist ein starkes Bild, weil es die Kollektion nicht nur über Funktionen erklärt. Eine Landschaft wie diese verlangt Kleidung, die Schutz bietet, aber nicht schwer wirkt. Sie verlangt Farben, die mit Wetter umgehen können, und Muster, die nicht nach künstlicher Outdoor-Romantik aussehen.

Ein konkretes Beispiel war die Abstral 2.5L Jacket. Sie passt in die eigene Tasche, ist vielseitig einsetzbar und wurde mit DryPlay-Membran, atmungsaktiver Funktion und einer 2,5-schichtigen Stretch-Shell beschrieben. Die 5K-Wassersäule, recyceltes Polyester und Teflon Eco Elite zeigten, dass das Produkt funktional und ökologisch gedacht war. Reflektierende Patches sorgten für Schutz bei schlechten Lichtverhältnissen. Das liest sich technisch, aber eigentlich geht es um Vertrauen. Du willst eine Jacke nicht erklären müssen, wenn das Wetter kippt.

Der Abstral-Print brachte dann die visuelle Seite hinein. Auffällig, aber schlicht. Farbe, aber nicht laut. Genau diese Balance ist im Outdoor-Kontext schwerer, als sie klingt.

Mosaik, Wetsuits und die Frage nach gutem Material

Für Frauen zeigte Picture Terrazzo Prints und einen ultraleichten Windbreaker. Der alte Text nennt 100 Prozent recyceltes Polyester, eine PFC-freie DWR-Behandlung und die Lea Vest als erste Outdoor-Weste der Marke. Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie Outdoor-Mode damals schon aus der reinen Funktionsnische herausging. Die Stücke sollten schützen, aber sie sollten auch getragen werden wollen.

Bei der Surfrange wurde es noch materialnäher. Picture entwickelte Wetsuits, Boardshorts und Springsuits und setzte dabei auf Alternativen zu herkömmlichem Neopren. EicoPrene wurde im Archivtext als Schaumstoff beschrieben, der ähnliche technische Eigenschaften und ein ähnliches Profil wie Neopren hat, aber aus einer Mischung aus Kalkstein und recycelten Reifen entsteht. Innen- und Außenseite der Wetsuits bestanden aus recyceltem Polyamid oder recyceltem Polyester. Das Futter sollte Wärme geben, das Außengewebe Wasserdichte sichern.

Solche Details machen den Beitrag heute noch brauchbar. Sie zeigen, worüber Nachhaltigkeit in Outdoor wirklich läuft: nicht über große Sätze, sondern über Materialentscheidungen. Wer Outdoor ernst nimmt, muss wissen, woraus Dinge gemacht sind.

Die OutDoor by ISPO war in diesem Archivstück deshalb kein reiner Messehinweis. Sie war ein Blick auf eine Branche, die sich breiter, bewusster und stilvoller aufstellen wollte. Picture Organic Clothing war dafür ein passendes Beispiel, weil die Marke Funktion, Ökologie und visuelle Eigenständigkeit nicht getrennt behandelte.

Kurz geklärt

Wann fand die erste OutDoor by ISPO in München statt?

Vom 30. Juni bis 3. Juli 2019 auf dem Messegelände in München Riem. Der Beitrag stellte sie als neues Messeformat mit stärkerem Fokus auf Nachhaltigkeit und neue Zielgruppen vor.

Welche Bereiche deckte die Messe ab?

Genannt wurden Bergsteigen, Klettern, Bouldern, Wandern, Camping, Wassersport, Yoga und weitere Outdoor-Bereiche. Die Messe wollte Outdoor als breitere Plattform für die Branche zeigen.

Was zeigte Picture Organic Clothing dort?

Eine SS20-Kollektion mit Outdoorjacken, Backpacks, Wetsuits, Boardshorts und Springsuits. Im Fokus standen recycelte Materialien, PFC-freie Behandlung und funktionale Details.

Was ist EicoPrene?

Im alten Beitrag wird EicoPrene als Alternative zu herkömmlichem Neopren beschrieben. Es basiert auf einer Mischung aus Kalkstein und recycelten Reifen und wurde für Wetsuits eingesetzt.

Bildquelle: Titelbild: Pexels / Yaroslav Shuraev (px:8968381); Beitragsbilder: Pexels / Lei Wang (px:12712244).
Weiterlesen

Mehr aus //STYLE

Spitzen-Kaschmir: Was der Faden verrät
//STYLE

Spitzen-Kaschmir: Was der Faden verrät

21. Juli 2026
Mystery Set: Fassung, die man nicht sieht
//STYLE

Mystery Set: Fassung, die man nicht sieht

20. Juli 2026
Rohdenim: Die Jeans, die sich an dich erinnert
//STYLE

Rohdenim: Die Jeans, die sich an dich erinnert

10. Juli 2026