//STYLEWarm angezogen für die heiße Jahreszeit? So trotzen Unternehmen gestörten Lieferketten
12. September 2022 // 15:15 Uhr

Warm angezogen für die heiße Jahreszeit? So trotzen Unternehmen gestörten Lieferketten

InspiredByLuxury·Aus dem Archiv, neu aufgelegt

Die diesjährige Berlin Fashion Week 2022 startet am 3. September. Eine Woche lang werden es hier Shows, verschiedene Konferenzen und sogar Dinner geben.

In 2022 haben wir über Mode, Lieferketten und die heiße Phase vor dem Jahresendgeschäft geschrieben. Der Rückblick ist weniger Fashion-Show als Maschinenraum: Bevor Kleidung im Laden hängt, muss jemand Ware finanzieren, Container bewegen und Lieferanten überzeugen.

Quick Fitting

  • Der Beitrag erschien im Umfeld der Berlin Fashion Week 2022, die am 3. September startete.
  • Viele Textil- und Bekleidungsunternehmen litten unter gestörten globalen Lieferketten.
  • Corona, Ukrainekrieg, Energiepreise, Kraftstoffkosten und Containerfrachtkosten erhöhten den Druck.
  • Der Text nannte MODIFI als globale Handelsplattform für Zahlungen und Handelsdienstleistungen.
  • Verlängerte Zahlungsziele von 30, 60, 90 oder 120 Tagen sollten Liquidität für die Peak Season schaffen.
Warm angezogen für die heiße Jahreszeit? So trotzen Unternehmen gestörten Lieferketten

Die Modebranche sieht vorne schön aus und hinten eng

Der alte Text beginnt mit der Berlin Fashion Week 2022. Shows, Konferenzen und Dinner lieferten die sichtbare Seite der Branche. Gleichzeitig kämpften viele Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie mit gestörten Lieferketten. Das Weihnachtsgeschäft stand bevor, Kleidung und Schuhe waren vielleicht schon bestellt, aber in angespannten Supply Chains reicht eine Bestellung nicht. Wer bei Lieferanten in Asien oder dem Nahen Osten nicht kaufkräftig genug wirkt, rutscht schnell nach hinten.

Das ist die nüchterne Seite von Fashion. Stoffe, Schuhe, Kollektionen und Displays brauchen Working Capital, bevor sie Umsatz bringen. Unternehmen, die stabiles Wachstum vorfinanzieren müssen, haben bei knappen Kapazitäten oft schlechtere Karten als große, kapitalkräftige Wettbewerber. Der alte Beitrag nennt CEOs, Einkäufer, CFOs und Co. als Betroffene. Das zeigt: Lieferketten sind nicht nur ein Logistikthema, sondern eine Finanzierungsfrage.

Der Text verweist auf MODIFI, eine globale Handelsplattform für Zahlungen zwischen Unternehmen und Handelsdienstleistungen. Damals stellte MODIFI Prognosen für die Supply Chains in der zweiten Jahreshälfte und im Weihnachtsgeschäft bereit und bot ein kostenloses Whitepaper an. Der Kern war klar: Wer Risiken früher kennt und Liquidität besser steuert, steht bei Lieferanten stabiler da.

In der Peak Season gewinnt nicht nur, wer die bessere Kollektion hat. Es gewinnt auch, wer rechtzeitig bezahlen kann.

Warum 2022 so angespannt war

Der Beitrag beschreibt mehrere Druckpunkte. Es musste gar nicht erst ein Containerschiff in einer Meerenge wie dem Suezkanal auf Grund laufen. Die weltweiten Lieferketten waren besonders seit Corona stark gestört. Gleichzeitig trieb der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine Energiepreise und damit verbundene Containerfrachtkosten nach oben. Solche Risiken zu kennen, konnte Gold wert sein.

Zu den erschwerenden Faktoren gehörten rapide steigende Kosten für Energie und Kraftstoffe. Die Preise für den Containerversand hatten sich laut altem Text seit dem Peak im April 2022 zwar wieder etwas erholt, lagen aber immer noch um das Dreifache höher als vor Corona. China hielt die Welt mit seiner Null-Covid-Politik in Atem, weil Shenzhen vor Hongkong und Chengdu, die Provinzhauptstadt von Sichuan, wegen lokaler Ausbrüche vor Teil-Lockdowns standen.

Vorher hatte man gesehen, wie sich Schiffe vor Shanghai stapelten, weil sie nicht auslaufen durften. Naturkatastrophen wie Erdbeben tun ihr Übriges, sind aber laut Beitrag meist weniger nachwirkend für den Welthandel als die Ereignisse seit Anfang 2020. Für eine Branche mit saisonalen Kollektionen ist das besonders heikel. Ware, die zu spät kommt, ist nicht einfach nur verspätet. Sie verpasst ihren Moment.

Liquidität als Stilfrage im Hintergrund

Etwas Hoffnung gab im Archivtext, dass Frachtraten zwar hoch blieben, die Verfügbarkeit von Containern aber stieg. Außerdem wanderte ein Teil der Produktion, auch nach dem Debakel mit Atemmasken, teilweise zurück nach Europa, um Lieferketten zu beschleunigen. Das kann Wege verkürzen, macht Ware aber eher teurer. Für Unternehmen wird damit entscheidend, bei Lieferanten ein gutes Standing zu haben.

Genau hier setzte die im Beitrag beschriebene Einkaufsfinanzierung von MODIFI an. Verlängerte Zahlungsziele von 30, 60, 90 oder sogar 120 Tagen sollten Durststrecken überbrücken und Liquidität für das Jahresendgeschäft sichern. Das verbessert laut Text die Beziehung zu Lieferanten und hilft, im Warenfluss nicht hinter größeren Unternehmen zurückzufallen.

Die Plattform wurde als komplett papierlos und zu 100 Prozent digital beschrieben. Sendungen konnten online nachverfolgt werden. Wenn Containerfracht stockt, wissen Kunden es sofort und können Gegenmaßnahmen einleiten, etwa Alternativen suchen. Das klingt weniger glamourös als ein Laufsteg, ist aber für Modeunternehmen oft entscheidender. Ein Kleid, das nicht rechtzeitig ankommt, hat keinen Auftritt.

Der alte Text blieb klar: Gestörte Lieferketten seit Corona waren Fakt. Ebenso faktisch war, dass zahlungskräftigere Unternehmen bei Lieferanten oft Vorrang hatten. MODIFI versprach bessere Konditionen, verlängerte Zahlungsziele, Liquidität und zusätzliches Working Capital. Aus heutiger Sicht liest sich der Beitrag als Momentaufnahme einer Branche, die gelernt hat, dass Ästhetik ohne Finanzierung nicht weit kommt.

Warum der alte Text immer noch eine Lektion ist

Auch wenn der Beitrag klar in 2022 verankert ist, bleibt seine Mechanik verständlich. Die Modebranche arbeitet mit Terminen. Eine Kollektion hat ein Zeitfenster, ein Weihnachtsgeschäft hat ein Zeitfenster, eine Lieferung hat ein Zeitfenster. Wenn eines davon reißt, entstehen nicht nur höhere Kosten, sondern verpasste Umsätze und beschädigte Beziehungen zu Händlern oder Kundinnen.

Der Text macht außerdem sichtbar, warum kleinere und mittlere Unternehmen besonders unter Druck standen. Große Unternehmen können schneller zahlen, größere Volumen abnehmen und sich in knappen Situationen besser positionieren. Wer dagegen zusätzliche Ressourcen vorfinanzieren muss, braucht Werkzeuge, die Liquidität strecken, ohne das Geschäft zu lähmen. Genau deshalb werden Zahlungsziele zu einem strategischen Hebel.

Interessant ist auch der digitale Teil. Papierlose Prozesse und Sendungsverfolgung klingen trocken, aber in einer angespannten Lieferkette ist Information selbst ein Wert. Wer früher sieht, dass eine Fracht stockt, kann früher reagieren. Wer später davon erfährt, verliert Handlungsspielraum. In der Peak Season ist dieser Unterschied oft größer als jede schöne Präsentation einer Kollektion.

Für die Modebranche ist das ein unromantischer, aber ehrlicher Blick. Stil entsteht nicht erst im Schaufenster. Er hängt an Planung, Zahlungsfähigkeit und an der Frage, ob die richtige Ware zum richtigen Zeitpunkt wirklich verfügbar ist.

Der alte Beitrag macht deshalb aus einem Finanzthema ein Branchenthema. Wer Lieferketten versteht, versteht besser, warum Modepreise, Verfügbarkeit und Saisonware manchmal so empfindlich reagieren.

Kurz geklärt

Worum ging es im Beitrag von 2022?

Um gestörte Lieferketten in der Textil- und Bekleidungsindustrie und die Frage, wie Unternehmen Ware für das Jahresendgeschäft finanzieren.

Welche Risiken wurden genannt?

Corona-Folgen, Ukrainekrieg, Energie- und Kraftstoffkosten, hohe Containerfrachtkosten, Chinas Null-Covid-Politik und lokale Lockdowns.

Was sollte MODIFI leisten?

Eine Einkaufsfinanzierung mit verlängerten Zahlungszielen und digitalen Handelsdienstleistungen, damit Unternehmen liquide bleiben.

Welche Zahlungsziele wurden erwähnt?

Der alte Text nennt 30, 60, 90 oder sogar 120 Tage.

Bildquelle: Source de l’image : Unsplash/Dan Gold
Weiterlesen

Mehr aus //STYLE

Spitzen-Kaschmir: Was der Faden verrät
//STYLE

Spitzen-Kaschmir: Was der Faden verrät

21. Juli 2026
Mystery Set: Fassung, die man nicht sieht
//STYLE

Mystery Set: Fassung, die man nicht sieht

20. Juli 2026
Rohdenim: Die Jeans, die sich an dich erinnert
//STYLE

Rohdenim: Die Jeans, die sich an dich erinnert

10. Juli 2026