//STYLEVerrückt nach Karo: Der neue Herbst-Trend
19. Oktober 2018 // 08:39 Uhr

Verrückt nach Karo: Der neue Herbst-Trend

InspiredByLuxury·Aus dem Archiv, neu aufgelegt

Diesen Herbst ist jeder verrückt nach Karo-Mustern. In den Fashion Magazinen findet man von Karo-Blazern zu ausgefallenen Kleidern und Accessoires alles.

2018 haben wir dir hier erzählt, warum diesen Herbst jeder verrückt nach Karo war: Blazer, Rock, Schal, Kleid, Hose, alles im Check. Jetzt, im Herbst und Winter 2025/2026, ist klar: Das war kein Strohfeuer. Karo ist zurück auf den Laufstegen von Burberry, Chanel und McQueen, nur lauter, bunter und besser kombinierbar als damals. Hier liest du, was vom alten Hype geblieben ist und wie du das Muster heute trägst, ohne wie ein Vorhang aus Omas Wohnzimmer auszusehen.

Quick Fitting

  • Karo ist für Herbst/Winter 2025/2026 offiziell wieder Trend-Muster Nummer eins, von Burberry über Chloé bis McQueen.
  • Statt klassisch Grün-Rot dominieren frische Farbwege: Flieder, Buttergelb, Electric Blue.
  • Buffalo Check, Glen Plaid und Hahnentritt sind die drei Checks, die sich lohnen.
  • Ein Karo-Teil pro Outfit reicht. Der Rest bleibt ruhig, sonst kippt der Look.
  • Investiere in Blazer oder Mantel, beim Rest darf es saisonal und günstig sein.
Verrückt nach Karo: Der neue Herbst-Trend

Karo ist eines der wenigen Muster, das nie ganz verschwindet. Mal liegt es im Schrank, mal auf jedem zweiten Runway. 2018 war so ein Jahr, in dem es überall war, und ehrlich gesagt sahen damals nicht alle Looks gut aus. Viel zu oft hieß Trend tragen: alles auf einmal in Karo, vom Schal bis zur Hose. Heute weißt du es besser, und die Designer auch.

Warum Karo gerade wieder überall ist

Für Herbst/Winter 2025/2026 läuft Karo als eines der dominierenden Muster über die großen Schauen. Burberry hat tartanbesetzte Mäntel mit Pelzbesatz in Marine und Granatrot gezeigt, dazu Tartan in fast psychedelischen Farben. Bei Chloé reicht der Check vom Button-down bis zum transparenten Teedress, Thom Browne webt ihn aus Seidenchiffon. McQueen, mit schottischen Wurzeln, kommt sowieso immer wieder zum hauseigenen Tartan zurück.

Der Unterschied zu 2018: Karo ist nicht mehr nur das brave Grau-Braun aus dem Büro oder das harte Grün-Rot vom Weihnachtsmarkt. Auf den Laufstegen tauchte das Muster in eisigem Flieder, Buttergelb und Electric Blue auf, oft kombiniert mit Spitze, Pailletten oder Fell. Tartan trägt sich heute weniger wie Tradition und mehr wie ein bewusst gesetztes Statement.

Karo ist kein Muster, das man trägt, weil es gerade alle tragen. Es ist eins, das man trägt, weil es funktioniert, sobald man weiß, wie.

Die Karo-Familie: Welcher Check passt zu dir

Karo ist nicht gleich Karo. Drei Muster lohnen sich diese Saison besonders, und sie haben jeweils ihren eigenen Charakter.

Buffalo Check ist das große, oft zweifarbige Blockmuster, klassisch Schwarz-Rot oder Schwarz-Weiß. Es wirkt rustikal und warm, perfekt für Holzfäller-Hemden über Strick oder eine grobe Überjacke. Ein Stück davon trägt schon ein ganzes Outfit.

Glen Plaid, auch Glencheck genannt, ist das feine, gedämpfte Muster, das du von gut sitzenden Anzügen kennst. Es ist die elegante Variante und genau das, was deinen Karo-Blazer von 2018 heute noch tragbar macht. Glencheck altert nicht, er wird höchstens erwachsener.

Hahnentritt (Houndstooth) ist der grafische Klassiker mit den kleinen, gezackten Formen. Schwarz-Weiß wirkt streng und sehr französisch, in Farbe wird er sofort moderner. Ein Hahnentritt-Mantel ist eine Investition, die du in zehn Jahren immer noch anziehst.

Vom Schrank auf die Straße: So trägst du Karo 2025/2026

Die wichtigste Regel hat sich seit 2018 nicht geändert, im Gegenteil, sie ist heute noch wichtiger: Ein Karo-Teil pro Look. Der Rest bleibt ruhig. Karo-Blazer zu schwarzer Hose und schlichtem Tank. Karo-Rock zu feinem Strick. Karo-Mantel über komplett uni. Sobald zwei oder mehr Karo-Teile aufeinandertreffen, brauchst du entweder ein sehr sicheres Auge oder du landest beim Vorhang-Effekt.

Wer es trotzdem mixen will: Bleib in einer Farbfamilie und variiere nur die Mustergröße. Großer Buffalo Check zu feinem Glencheck im selben Ton kann funktionieren. Zwei knallige Tartans in verschiedenen Farben dagegen kämpfen gegeneinander.

Der schnellste Weg zum modernen Karo-Look führt über die Accessoires. Ein Schal, eine Tasche oder eine Mütze im Check setzt den Akzent, ohne dass du dich gleich komplett festlegst. Genau dieser Tipp galt schon 2018, und er stimmt immer noch: Karo muss nicht groß sein, um zu wirken.

Investieren oder mitnehmen?

Nicht jedes Karo-Teil ist es wert, dass du Geld dafür ausgibst. Die Faustregel: Investiere in das, was du über Jahre trägst, spar beim Rest.

Ein guter Karo-Mantel oder ein Glencheck-Blazer aus Wolle kostet, aber er hält Trendzyklen aus. Solche Stücke kommen alle paar Jahre wieder nach vorn, ohne je richtig peinlich zu werden. Ein knallig gemusterter Karo-Rock in der Trendfarbe der Saison dagegen darf ruhig vom günstigen Label kommen. Nächsten Herbst sieht die Trendpalette wieder anders aus.

Wenn du wissen willst, welche Töne diese Saison überhaupt den Ton angeben, lohnt der Blick auf die Herbst-Trendfarben. Und dass ein totgesagtes Muster oder ein Schnitt einfach wiederkommt, ist kein Einzelfall: Auch die Flared Jeans sind zurück, und beim Stoff zeigt sich derselbe Effekt, wie unser Blick auf Leinen als Trend-Stoff 2026 zeigt. Mode ist eine Schleife, und Karo läuft mit.

Kurz geklärt

Ist Karo 2025/2026 noch im Trend?

Ja, und zwar deutlich sichtbar auf den Laufstegen. Für Herbst/Winter 2025/2026 zählt Karo zu den dominierenden Mustern, gezeigt unter anderem von Burberry, Chloé, Thom Browne und McQueen. Tartan und Check sind außerdem als zentrale Muster für die Pre-Fall-Saison 2026 angekündigt.

Wie trage ich Karo, ohne altmodisch zu wirken?

Halte dich an ein Karo-Teil pro Outfit und kombiniere den Rest schlicht und uni. Greif zu frischen Farben statt zum klassischen Grün-Rot, also Flieder, Buttergelb oder Electric Blue. Und nutz Accessoires wie Schal oder Tasche, wenn du dich nicht komplett festlegen willst.

Was ist der Unterschied zwischen Karo, Tartan und Hahnentritt?

Karo ist der Überbegriff für alle Check-Muster. Tartan ist das traditionelle schottische Gittermuster mit gekreuzten Farbstreifen. Hahnentritt (Houndstooth) ist das kleine, gezackte Schwarz-Weiß-Muster, das eher grafisch wirkt. Glencheck ist die feine, dezente Variante für Anzüge und Blazer.

In welche Karo-Teile lohnt es sich zu investieren?

In zeitlose Basics: ein Karo-Mantel oder ein Glencheck-Blazer aus Wolle übersteht mehrere Trendzyklen und sieht selten peinlich aus. Bei knallig gemusterten Saisonteilen wie einem Trendfarben-Rock darf es das günstige Label sein, weil sich die Farbpalette jedes Jahr verschiebt.

Bildquelle: Unsplash / freestocks
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