//TASTESchoko-Tassenkuchen mit Sahnehaube und Nüssen, frisch aus der Mikrowelle
11. Februar 2021 // 07:59 Uhr

So einfach kann backen sein

InspiredByLuxury·Aus dem Archiv, neu aufgelegt

Drei Minuten von der Lust auf etwas Süßes bis zum fertigen Kuchen in der Tasse. Drei Rezepte, die ohne Backofen auskommen und mit Zutaten, die du wahrscheinlich schon zu Hause hast.

Es ist Abend, du sitzt auf der Couch und der Heißhunger auf etwas Süßes kommt. Den Ofen anwerfen und eine halbe Stunde warten? Keine Lust. Genau dafür ist der Tassenkuchen gemacht: Teig in einer Tasse anrühren, in die Mikrowelle, fertig. Von der ersten Zutat bis zum warmen Kuchen vergehen oft keine fünf Minuten. Wir zeigen dir drei Varianten, die wirklich funktionieren, und worauf es beim Gelingen ankommt.

Amuse-Bouche

  • Blick zurück: Im Februar 2021 haben wir uns mit So einfach kann backen sein beschäftigt und wagen hier einen neuen Blick darauf.
  • Die Basis ist immer gleich: Ei oder Pflanzenmilch, Mehl, etwas Süße, Fett und ein Triebmittel.
  • Nimm eine mikrowellengeeignete Tasse aus dickwandiger Keramik oder Glas, niemals mit Goldrand oder Metallapplikation.
  • Fülle die Tasse maximal zur Hälfte, der Teig geht beim Garen deutlich auf.
  • Warm servieren mit Eis, Puderzucker oder Beeren, dann schmeckt er am besten.

Schoko-Cookie-Dough für zwei

Der Klassiker und für die meisten der erste Tassenkuchen überhaupt. Saftig, schokoladig und mit dem Biss von ganzen Schokodrops. Die Menge reicht für zwei Tassen.

Zutaten:

Zubereitung: Ei, Zucker, Mehl, Butter und Vanille glatt verrühren, bis keine Mehlklümpchen mehr zu sehen sind. Die Schokodrops unterheben und den Teig auf zwei Tassen verteilen. Beide Tassen zusammen für rund 1,5 Minuten bei etwa 700 Watt in die Mikrowelle. Noch warm genießen, am besten mit einer Kugel Eis obendrauf.

Brauner Zucker macht den Teig etwas saftiger und gibt eine leichte Karamellnote. Wer es weniger süß mag, geht auf 2 EL runter.

Zimtschnecke aus der Tasse

Wer das Aroma einer Zimtschnecke liebt, aber nicht stundenlang Hefeteig gehen lassen will, ist hier richtig. Diese Variante kommt ganz ohne Ei aus und ergibt eine Portion.

Für den Teig:

Für den Zimt-Swirl: 1 EL Ahornsirup mit 1/4 TL Zimt verrühren.

Der Trick ist, früh genug aufzuhören. Ein Tassenkuchen gart nach, ein paar Sekunden zu lang machen ihn trocken und gummiartig.

Für die Glasur: 2 EL Kokoscreme mit 1 bis 2 TL Ahornsirup glatt rühren. Alternativ Puderzucker mit ein paar Tropfen Zitronensaft.

Zubereitung: Alle Teigzutaten in der Tasse verrühren. Den Swirl separat anrühren und kurz, etwa 20 Sekunden, in der Mikrowelle erwärmen, damit er flüssiger wird. Die Hälfte des Swirls unter den Teig ziehen, sodass sich Streifen bilden. Dann für rund 1,5 Minuten in die Mikrowelle. Noch warm mit der Glasur bestreichen.

Himbeer-Tassenkuchen ohne Ei

Die vegane Variante. Apfelmark ersetzt das Ei und sorgt zugleich für Saftigkeit. Frische oder gefrorene Himbeeren bringen die Säure, die den süßen Teig ausbalanciert.

High angle of crop anonymous cook adding flour into baking dish while preparing pastry in kitchen
Backen wird eleganter, wenn Teig, Zeit und Temperatur zusammenarbeiten.

Zutaten:

Zubereitung: Alle Zutaten bis auf die Himbeeren glatt verrühren und in eine Tasse füllen. Die Himbeeren vorsichtig unterheben. Dann 2 bis 4 Minuten bei etwa 600 Watt in die Mikrowelle. Keine Mikrowelle zur Hand? Dann backe den Tassenkuchen 15 bis 20 Minuten im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad Ober- und Unterhitze, bei Umluft 160 Grad. Mit Puderzucker, Eis oder ein paar zusätzlichen Himbeeren servieren.

Beautifully decorated chocolate cake with muffins on a rustic wooden table, creating a cozy festive atmosphere.
Ein Kuchen muss nicht laut aussehen, um handwerklich gut zu wirken.

Warum es manchmal nicht klappt

Tassenkuchen sind einfach, verzeihen aber zwei Fehler ungern. Der erste ist die Garzeit. Mikrowellen heizen ungleichmäßig, und jeder Teig reagiert anders. Starte lieber mit der kürzeren angegebenen Zeit und gib bei Bedarf in 15-Sekunden-Schritten nach. Der Kuchen ist fertig, sobald die Oberfläche fest wirkt und ein eingestochenes Zahnstocher-Ende sauber bleibt. Wer ihn zu lange drin lässt, bekommt eine trockene, zähe Konsistenz, weil die Stärke im Mehl übergart.

Der zweite Fehler ist die falsche Tasse. Mikrowellengeeignet heißt dickwandige Keramik oder hitzefestes Glas. Dünnes Porzellan kann springen, Tassen mit Gold- oder Silberrand und jede Metallverzierung gehören nicht in die Mikrowelle, weil sie Funken schlagen. Eine gerade geformte Tasse mit rund 350 ml Inhalt ist ideal: groß genug, dass der Teig aufgehen kann, ohne überzulaufen.

Lust auf mehr Süßes, das wenig Aufwand macht? Wir haben weitere süße Backideen für Gäste und Familie gesammelt. Und wenn der warme Kuchen nach einer kühlen Begleitung verlangt, findest du in unseren Rezepten für selbstgemachtes Eis die passende Kugel dazu.

Gut zu wissen

▸Wie lange muss ein Tassenkuchen in die Mikrowelle?

Bei rund 700 Watt sind es etwa 1,5 Minuten, bei 600 Watt eher 2 bis 4 Minuten. Starte mit der kürzeren Zeit und gib in 15-Sekunden-Schritten nach, bis die Oberfläche fest ist.

▸Geht ein Tassenkuchen auch ohne Mikrowelle?

Ja. Fülle den Teig in eine ofenfeste Tasse oder Auflaufform und backe ihn 15 bis 20 Minuten bei 180 Grad Ober- und Unterhitze, bei Umluft 160 Grad.

▸Welche Tasse ist geeignet?

Dickwandige Keramik oder hitzefestes Glas, gerade geformt und mit etwa 350 ml Inhalt. Keine Tassen mit Goldrand oder Metallverzierung, die schlagen in der Mikrowelle Funken.

▸Lässt sich ein Tassenkuchen vegan machen?

Ja. Ersetze das Ei durch 2 EL Apfelmark oder eine zerdrückte halbe Banane, nimm Pflanzenmilch und Öl statt Butter. Der Himbeer-Tassenkuchen in diesem Artikel ist bereits komplett vegan.

▸Warum wird mein Tassenkuchen trocken?

Fast immer ist er zu lange in der Mikrowelle. Der Teig gart nach dem Herausnehmen weiter, deshalb lieber etwas früher stoppen. Auch zu wenig Fett oder Flüssigkeit macht ihn trocken.

Bildquelle: Titelbild: Titelbild: Pexels / Gia, Evgeniy Alekseyev; Beitragsbilder: Pexels / Klaus Nielsen (px:6287226); Pexels / Arina Krasnikova (px:6343178).; Beitragsbilder: Pexels / Klaus Nielsen (px:6287226); Pexels / Arina Krasnikova (px:6343178).
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