//TRAVELBlick über den Alten Hafen von Marseille im Abendlicht
22. Juli 2019

Marseille bleibt der beste Startpunkt für Südfrankreich

InspiredByLuxury

Marseille ist eine Hafenstadt im Süden Frankreichs, die ihren Charme nicht inszeniert, sondern einfach hat. Im Herzen liegt der Vieux Port, der alte Hafen, von dem aus sich die Stadt erschließt. Doch der eigentliche Reichtum dieser Region zeigt sich erst, wenn man Marseille als Ausgangspunkt versteht und nicht als Ziel.

Boarding

  • Blick zurück: Wir haben Marseille schon einmal als Reiseziel vorgestellt und schauen hier mit reiferem Auge darauf.
  • Umgebung mitdenken: Calanques und Aix-en-Provence machen aus dem Stadtbesuch eine ganze Region.
  • Abendtipp: Der Sonnenuntergang an der Rue du Vallon des Auffes gehört zu den stillen Höhepunkten.

Marseille lohnt sich weit über den Alten Hafen hinaus: die Calanques vor der Tür, Aix-en-Provence eine halbe Stunde entfernt und ein Sonnenuntergang, den nur Einheimische kennen.

Die Calanques zwischen Marseille und Cassis

Zwischen Marseille und dem Nachbarort Cassis liegen die Calanques, schmale Buchten zwischen weißen Kalksteinklippen. Von oben fällt der Blick auf ein Meer, das kaum irgendwo an der Côte d’Azur klarer und blauer wirkt. Wer hierherkommt, verbindet den Ausflug mit einer kleinen Wanderung, die mit weiten Ausblicken belohnt wird.

Es ist diese Mischung aus Anstrengung und Belohnung, die den Reiz ausmacht. Die Calanques sind kein Postkartenmotiv zum schnellen Abhaken, sondern ein Ort, der ein wenig Weg verlangt und dafür ein Erlebnis zurückgibt, das hängen bleibt.

Aix-en-Provence und das südfranzösische Lebensgefühl

Mit dem Auto ist Aix-en-Provence von Marseille in etwa einer halben Stunde erreicht, und der Tagesausflug lohnt sich. Aix gilt als Inbegriff des südfranzösischen Lebensgefühls: lichte Plätze, schattige Alleen und ein Tempo, das zum Verweilen einlädt.

Im Herzen der Stadt findet jeden Vormittag auf dem Place Richelme ein Bauernmarkt statt, auf dem sich die Region in ihrer ganzen Fülle zeigt. Hier kauft man nicht nur ein, man versteht, woraus die provenzalische Küche ihren Reichtum zieht: aus Nähe, Saison und Sorgfalt.

Der Geheimtipp für den Abend

Zurück in Marseille gehört der Abend einem Ort, den vor allem Einheimische schätzen. Eine kleine Gasse führt hinunter zur Rue du Vallon des Auffes, einem winzigen Hafen, an dem die Boote dicht an dicht liegen. Hier lässt sich der Sonnenuntergang mit einem eiskalten Aperol begehen, während die Stadt langsam zur Ruhe kommt.

Marseille belohnt nicht den schnellen Besuch, sondern die Bereitschaft, sich Zeit zu nehmen.

Es sind diese Momente, die Marseille von einer Durchgangsstation zu einem Ziel mit Charakter machen. Kein großes Programm, kein Gedränge, sondern ein stiller, fast privater Blick aufs Wasser.

Warum Marseille mehr ist als sein Ruf

Marseille kämpft seit Jahren gegen ein altes Image, das der Stadt selten gerecht wird. Wer genauer hinsieht, findet eine Hafenstadt mit rauer Eleganz, eine Region voller Tagesziele und eine Küche, die ihre Herkunft nie verleugnet.

Breathtaking summer landscape of Calanque Cove, Provence-Alpes-Côte d'Azur, France.
Weiße Klippen, klares Wasser: ein Stück Küste, das ein wenig Weg verlangt und viel zurückgibt.

Genau darin liegt der Reiz für kuratiertes Reisen: Marseille belohnt nicht den schnellen Besuch, sondern die Bereitschaft, sich Zeit zu nehmen und die Umgebung mitzudenken.

Den richtigen Rhythmus für die Reise finden

A sunny day in Aix-en-Provence showcasing historic architecture and lush trees.
Auf den Marktständen zeigt sich, woraus die regionale Küche ihren Reichtum zieht.

Wer der Stadt und ihrem Umland gerecht werden will, plant am besten mehr als einen Tag ein. Ein Vormittag gehört dem Hafen und den Gassen, die sich von dort den Hang hinaufziehen, ein zweiter den Klippen am Wasser und ein dritter dem ruhigeren Hinterland. So entsteht ein Bogen aus Stadt, Küste und Provinz, der die ganze Bandbreite der Region zeigt, ohne in Hektik zu verfallen. Gerade diese Mischung macht den Reiz aus, weil kein Tag dem anderen gleicht.

Hilfreich ist ein Standort in der Stadt selbst, von dem aus sich die Ausflüge sternförmig organisieren lassen. Wer früh aufbricht, hat die schönsten Orte oft noch für sich, bevor die Mittagshitze und die Tagesgäste kommen. Und wer den Abend bewusst leer lässt, erlebt die Stadt von ihrer entspanntesten Seite: am Wasser, mit einem Glas in der Hand und dem Blick auf die untergehende Sonne. Es ist diese Ruhe nach einem vollen Tag, die aus einer Station eine echte Reiseerinnerung macht. Wer mag, plant einen der Tage ganz ohne festes Ziel und lässt sich treiben, denn manchmal sind es die ungeplanten Stunden, die am längsten bleiben.

Gut zu wissen

Lohnt sich ein Tagesausflug nach Aix-en-Provence?

Sehr. Aix ist von Marseille in etwa einer halben Stunde mit dem Auto erreicht und gilt als Inbegriff des südfranzösischen Lebensgefühls. Der morgendliche Bauernmarkt auf dem Place Richelme ist ein guter Grund, früh aufzubrechen.

Was sollte man rund um Marseille gesehen haben?

Die Calanques zwischen Marseille und Cassis mit ihren weißen Klippen und dem klaren Wasser sind ein Höhepunkt, am besten verbunden mit einer kurzen Wanderung. Wer Zeit hat, ergänzt den Ausflug nach Aix-en-Provence.

Wo erlebt man den schönsten Abend in Marseille?

Ein Geheimtipp ist die Rue du Vallon des Auffes, ein kleiner Hafen am Ende einer schmalen Gasse. Dort lässt sich der Sonnenuntergang mit einem Aperol abseits der Touristenströme genießen.

Bildquelle: Titelbild: Pexels / Aliguieri (px:37422745); Beitragsbilder: Pexels / AXP Photography (px:29824848); Pexels / AXP Photography (px:29983861).
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