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30. Juni 2018 // 09:37 Uhr

London: Insider-Tipps für die britische Hauptstadt

InspiredByLuxury·Aus dem Archiv, 2025 aktualisiert

2018 haben wir Euch unsere Lieblingsecken in London gezeigt, abseits der Bus-Touren. Sieben Jahre später checken wir: Was hält, was hat sich gedreht, und wo zahlst Du heute mehr.

Als wir 2018 über London geschrieben haben, ging es um eine simple Idee: Die Stadt zeigt sich am schönsten, wenn Du das Pflichtprogramm aus Big Ben, Tower Bridge und Houses of Parliament einmal abhakst und dann links abbiegst. Sieben Jahre später stimmt das immer noch. Was sich geändert hat, sind ein paar Preise und Etagenzahlen, und genau die sortieren wir hier neu.

Boarding

  • Die großen Museen sind weiter kostenlos: British Museum, National Gallery, Natural History Museum und das Victoria and Albert Museum.
  • Der Sky Garden bleibt der beste Gratis-Ausblick, liegt aber im 35. Stock, nicht im 48. Free-Tickets gibt es montags drei Wochen im Voraus.
  • Stehplätze im Shakespeare’s Globe kosten regulär jetzt 10 Pfund, der legendäre 5-Pfund-Tarif läuft als freitäglicher Rush-Verkauf weiter.
  • Laufen schlägt die Tube: Covent Garden, Leicester Square und die Themse-Brücken liegen enger beieinander, als die U-Bahn-Karte vermuten lässt.
  • Für Charakter statt Massenandrang: Seven Dials, Brick Lane, Camden, Shoreditch und Greenwich.
London - Ein atemberaubendes Erlebnis

Wen es immer wieder nach London zieht, der kennt die gängigen Sehenswürdigkeiten irgendwann auswendig. Und trotzdem zieht es einen zurück, weil sich hinter jeder bekannten Fassade eine neue Ecke auftut. Genau dafür ist diese Liste gedacht, einmal aktualisiert auf den Stand von heute.

Nutze die kostenlosen Museen

In London sind die meisten großen Museen kostenlos, und daran hat sich nichts geändert. Du läufst einfach rein und lässt Dich von britischer Geschichte oder weltberühmten Gemälden einfangen. Für Kulturbegeisterte lohnen sich vor allem die National Gallery, das British Museum und das Natural History Museum. Wer Mode und Design mag, sollte das Victoria and Albert Museum dazunehmen. Bei den großen Sonderausstellungen wird mittlerweile häufiger ein Eintritt fällig, die Dauerausstellungen bleiben frei.

Lauf die wichtigen Plätze der Innenstadt ab

Londons bekannteste Plätze liegen näher beieinander, als viele denken. Vom Covent Garden zum Leicester Square sind es ein paar Minuten zu Fuß, von dort weiter über die Waterloo Bridge zu den Houses of Parliament und dem London Eye. Das klingt nach Strecke, ist aber der beste Weg, die Stadt zu lesen: Du nimmst die Wechsel zwischen den Vierteln mit, die in der Tube komplett verloren gehen. Plane dafür feste Schuhe und ein wenig Geduld bei den Ampeln ein.

London belohnt jeden, der die Rolltreppe in den Untergrund stehen lässt und stattdessen oben bleibt.

Shopping abseits der Oxford Street

Klar, die Oxford Street und die Regent Street sind große Einkaufsstraßen, aber auch komplett überfüllt. Angenehmer ist die Gegend um die Seven Dials hinter dem Covent Garden, ein kleines Speichenrad aus Gassen mit Boutiquen und bekannten Labels. Wer es alternativer mag, ist in der Brick Lane im Osten richtig. Dort reihen sich Vintage- und Secondhand-Läden aneinander, am Wochenende kommt ein Streetfood-Markt dazu. Auch hier gilt: Die spannenden Stücke findest Du selten in der Fußgängerzone, sondern eine Straße weiter.

The Sky Garden: der beste Gratis-Ausblick

Den schönsten kostenlosen Blick über London bekommst Du im Sky Garden im sogenannten Walkie Talkie. Wichtig für die Planung, und hier korrigieren wir uns selbst: Die Gärten liegen im 35. Stock auf rund 155 Metern Höhe, nicht wie früher von uns geschrieben im 48. Stock. Der Zutritt ist gratis, aber kontingentiert. Free-Tickets werden montags für Besuche etwa drei Wochen im Voraus freigegeben und sind besonders für Wochenenden und Sonnenuntergänge schnell weg. Wer kein Ticket ergattert, kann es unter der Woche als Walk-in versuchen. Wer in den Bars oder im Restaurant reserviert, kommt ohnehin rein. Aktuelle Slots gibt es auf der offiziellen Buchungsseite.

Kulinarische Vielfalt in Camden

London ist für seine kulinarische Bandbreite bekannt, und in Camden bekommst Du sie auf engstem Raum. Der Camden Market ist längst ein Touristenmagnet, das gute Essen macht die vielen Menschen aber wieder wett. Zwischen den Ständen findest Du Küche aus aller Welt sowie kleine Shops mit Schmuck, Vinyl und Mode. Plane den Besuch eher für einen Wochentag, dann ist das Gedränge erträglich.

Theater im West End

Für Theaterfans ist London schlicht die erste Adresse. Wer das West End betritt, kommt an Musical- und Theaterplakaten nicht vorbei. Günstige Tickets für den Abend bekommst Du am ehesten bei TKTS am Leicester Square, dem offiziellen Rabattschalter, wo Restkarten für die Vorstellungen des Tages verkauft werden. Sei früh da und sei flexibel bei der Show. Ein Tipp für Liebhaber des klassischen Theaters bleibt Shakespeare’s Globe. Die Groundling-Tickets, also Stehplätze im Innenhof, kosten heute regulär 10 Pfund. Den berühmten Tarif von 5 Pfund gibt es weiterhin, aber nur über den 5-Pfund-Rush, eine begrenzte Kontingentfreigabe am Freitagvormittag. Dafür bekommst Du eine Atmosphäre, die kein modernes Haus nachbaut.

Nachtleben in Shoreditch

Wer den ganzen Tag unterwegs war, ist abends meist erschlagen von Eindrücken. Wer trotzdem noch ein paar Cider in gemütlicher Runde trinken will, fährt nach Shoreditch. Dort reiht sich Bar an Bar, und mit etwas Glück landest Du in einem winzigen Laden, in dem Du den Tag Revue passieren lässt. Plane den Heimweg mit ein, viele Pubs schließen gegen Mitternacht, Clubs früher als in Berlin.

Greenwich für den ruhigen Abschluss

Wer genug vom lauten Stadtleben hat, setzt sich für ein paar Stunden nach Greenwich ab. Den meisten ist der Stadtteil nur für seinen Nullmeridian ein Begriff, dabei steckt deutlich mehr drin. Von der Station Island Gardens läufst Du durch den Fußgängertunnel unter der Themse hinüber. Auf der anderen Seite warten das National Maritime Museum und der Greenwich Park, in dem Teile eines Thor-Films gedreht wurden. Vom höchsten Punkt am Royal Observatory bekommst Du einen weiten Blick auf die Skyline aus der Ferne, ein ruhiger Kontrast zum Trubel im Zentrum.

Das sind nur einige der vielen Eindrücke, die London bietet. Vor allem wenn Du die Innenstadt verlässt, stößt Du immer wieder auf neue Ecken der Weltmetropole, die Dich schnell in ihren Bann ziehen. Sieben Jahre nach unserem ersten Trip gilt das genauso wie damals, nur mit ein paar aktualisierten Eintrittspreisen im Gepäck.

Wer nach diesem London-Trip Lust auf weitere europäische Städte bekommt, findet bei uns Routen abseits der ausgetretenen Pfade: etwa unsere zwei Tage in Ljubljana oder die sieben Geheimtipps für Deinen nächsten Roadtrip durch Europa.

Gut zu wissen

Sind die großen Museen in London wirklich kostenlos?

Ja. British Museum, National Gallery, Natural History Museum und das Victoria and Albert Museum verlangen für ihre Dauerausstellungen keinen Eintritt. Nur für große Sonderausstellungen wird häufiger ein Ticket fällig.

Wie komme ich kostenlos in den Sky Garden?

Über die offizielle Buchungsseite. Free-Tickets werden montags für Termine rund drei Wochen im Voraus freigegeben und sind schnell vergriffen. Unter der Woche gibt es zusätzlich begrenzte Walk-in-Plätze, und wer in den Bars oder im Restaurant reserviert, kommt ohne Ticket rein.

Was kostet ein Stehplatz im Shakespeare’s Globe?

Ein reguläres Groundling-Ticket im Innenhof kostet heute 10 Pfund. Den historischen 5-Pfund-Preis gibt es weiterhin, aber nur in begrenzter Stückzahl über den 5-Pfund-Rush am Freitagvormittag.

Lohnt sich der Ausflug nach Greenwich?

Wenn Du eine ruhige Pause vom Zentrum suchst, ja. Du läufst durch den Themse-Fußgängertunnel hinüber, besuchst das National Maritime Museum und genießt vom Royal Observatory den weiten Blick auf die Skyline.

Bildquelle: Titelbild: Unsplash / Luca Micheli
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