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27. November 2018 // 09:48 Uhr

Karibik Kreuzfahrt mit Carnival – Reisebericht – Tag 8: Miami

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Tag 8 unseres Karibik-Logbuchs von 2018, der Abschiedstag: Die Carnival Horizon legt früh in Miami an, wir tauschen die Reling gegen den Ocean Drive. Was aus der Stadt und dem Schiff geworden ist, liest du hier – Stand 2026.

Tag 8 war 2018 unser Abschiedstag an Bord der Carnival Horizon. Das Schiff lief gegen sechs Uhr morgens in Miami ein, und statt einer weiteren Karibik-Insel wartete eine ganze Stadt. Wir sind damals direkt nach Miami Beach durchgestartet, um aus dem letzten Reisetag noch etwas herauszuholen. Wenn du heute dieselbe Route planst, ist vieles geblieben – und manches hat sich gedreht. Hier ist, was zählt.

Boarding

  • Die Carnival Horizon fährt weiter ab Miami: 6-Tage Westkaribik und 8-Tage Südkaribik sind bis 2027 bestätigt, du landest am Ende also wieder genau hier.
  • Der Metromover dreht kostenlos seine Runde durch Downtown und Brickell, das beste Gratis-Sightseeing der Stadt.
  • Wynwood ist heute das größte Open-Air-Street-Art-Museum der Welt, der Design District daneben reine Luxusmeile.
  • South Beach und der Ocean Drive mit ihren Art-Deco-Fassaden kosten dich keinen Cent, nur ein bisschen Laufweg.
  • Plane mindestens eine Nacht extra in Miami ein, ein halber Hafentag reicht der Stadt nicht.
Karibik Kreuzfahrt mit Carnival - Reisebericht - Tag 8: Miami

Miami liegt im Süden Floridas, und selbst im November sind 28 Grad keine Seltenheit. Die Stadt ist mehr als ihr Kreuzfahrthafen: Miami Beach, das kubanisch geprägte Little Havana und der perfekte Startpunkt für Ausflüge zu den Florida Keys oder in die Everglades. Genau deshalb haben wir die letzte Bordnacht gegen eine Hotelnacht in Miami Beach getauscht. Ein Hafentag allein wird der Stadt nicht gerecht, und das gilt 2026 noch genauso wie 2018.

Bevor es von Bord ging, gab es das obligatorische letzte Frühstück mit Blick auf die Hafeneinfahrt. Die Carnival Horizon hatte 2018 gerade erst ihre Jungfernfahrt hinter sich und galt als eines der modernsten Schiffe der Flotte. Inzwischen ist sie kein Neuling mehr, aber technisch auf der Höhe geblieben: 2025 lag sie im Trockendock, bekam die neue Rot-Weiß-Blau-Lackierung und einen überarbeiteten Wasserpark. Wer die Route heute bucht, steigt also auf ein frisch aufgefrischtes Schiff, und endet trotzdem am selben Pier wie wir.

Downtown gratis: der Metromover

Wir sind zuerst nach Downtown gefahren, mitten ins Zentrum. Unser Tipp damals wie heute: der Metromover. Die vollautomatische Hochbahn dreht ihre Runde durch Downtown und Brickell, komplett fahrerlos und komplett kostenlos. Du steigst ein, fährst eine Schleife und hast die Skyline einmal von oben gesehen, ohne einen Euro für ein Taxi auszugeben. Für einen ersten Überblick gibt es in Miami nichts Besseres. Wer weiter raus will Richtung Wynwood oder Design District, steigt am nördlichen Ende auf Bus oder Rideshare um, denn die seit Jahren geplante Metromover-Verlängerung dorthin ist bis heute nicht gebaut.

Von Downtown ging es zu Fuß und mit kurzem Umstieg weiter Richtung Norden. Die Strecke ist machbar, aber unterschätze die Distanzen nicht: Miami ist eine Auto-Stadt, und zwischen den Vierteln liegen mehr Kilometer, als die Karte vermuten lässt. Wer Little Havana und seinen Cafecito-Stopp an der Calle Ocho einbauen will, sollte das vorher in die Route legen, spontan zwischen zwei Stationen schafft man es selten.

Ein halber Hafentag reicht Miami nicht. Wer die Stadt sehen will, bleibt eine Nacht und fängt morgens beim Metromover an.

Wynwood und der Design District

Der Wynwood Arts District war 2018 schon bunt, heute ist er eine Pflichtstation. Die Wynwood Walls gelten inzwischen als größtes Open-Air-Street-Art-Museum der Welt: ganze Hausfassaden als Leinwand, Murals internationaler Künstler an jeder Ecke. Wir hatten Glück und konnten ein paar Artists direkt bei der Arbeit zusehen. Wenn du Street Art magst, plane hier mehr Zeit ein, als du denkst, allein das offizielle Wynwood-Walls-Areal frisst leicht eine Stunde.

Gleich nebenan kippt das Bild ins Gegenteil: Der Miami Design District ist moderne Architektur, Palmen und eine Luxusmeile aus Flagship-Stores, Galerien sowie edlen Cafés. Wynwood ist Farbe und Rohheit, der Design District ist polierter Beton und Markennamen. Die beiden Viertel liegen Tür an Tür und erzählen zwei völlig verschiedene Miami-Geschichten, genau das macht den Reiz aus. Du gehst in zehn Minuten vom letzten Graffiti zur ersten Designer-Boutique.

Finale am Ocean Drive

Zum Abschluss sind wir nach South Beach an den Ocean Drive gefahren. Die Straße läuft direkt am Strand entlang, gesäumt von pastellfarbenen Art-Deco-Fassaden, Restaurants und Bars. Tagsüber Strandhandtuch und Volleyball im Lummus Park, abends pulsiert hier alles: Musik, Neon, Menschen. Das Beste daran: Strand, Park und das Flanieren am Ocean Drive kosten nichts. Du zahlst nur, wenn du dich in eine der Bars setzt, und das Sonnenuntergangslicht auf den Art-Deco-Fassaden gibt es ohnehin gratis.

Danach ging es für uns zum Flughafen und zurück nach München. Acht Tage Karibik, eine Stadt zum Abschied und ein Logbuch voller Eindrücke. Wenn du heute dieselbe Carnival-Horizon-Route buchst, landest du am Ende genauso in Miami, und unser Rat bleibt: gib der Stadt eine Nacht mehr, dann wird aus dem Hafentag ein echter Stadttag.

Falls du das ganze Logbuch nachlesen willst, starte beim Seetag an Tag 7. Und wer die Reise erst plant, findet die kompakte Routen-Übersicht unter Die Highlights der Karibik mit der Carnival Horizon.

Gut zu wissen

Fährt die Carnival Horizon noch ab Miami?

Ja. Carnival hat die Horizon mit 6-Tage-Westkaribik und 8-Tage-Südkaribik ab Miami bis 2027 fest im Programm. Du startest und endest die Reise also weiterhin in Miami, genau wie 2018.

Wie sehe ich Miami günstig in einem Tag?

Starte mit dem Metromover durch Downtown und Brickell, der fährt kostenlos. Danach Wynwood Walls für Street Art, der Design District zum Schauen und zum Schluss der Ocean Drive in South Beach. Strand und Spaziergang sind gratis, du zahlst nur für Essen und Drinks.

Reicht der eine Hafentag für Miami?

Knapp. Das Schiff legt zwar früh an, aber Miami ist groß und auf Auto ausgelegt. Wer Downtown, Wynwood und South Beach sehen will, sollte eine Nacht extra einplanen, so haben wir es 2018 gemacht und es war die richtige Entscheidung.

Wann ist die beste Reisezeit für Miami?

November bis April. In dieser Trockenzeit liegen die Temperaturen angenehm um 25 bis 28 Grad, die Hurrikan-Saison ist vorbei. Wir waren im November unterwegs und hatten Sonne pur.

Bildquelle: Unsplash / Mark
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