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24. November 2018 // 10:11 Uhr

Karibik Kreuzfahrt mit Carnival – Reisebericht – Tag 6: Aruba

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2018 endete unsere Karibik-Kreuzfahrt mit Carnival auf Aruba, dem letzten Landgang vor zwei Seetagen zurück nach Miami. Was die kleinste der ABC-Inseln heute zum Sehnsuchtsziel macht und warum die Carnival Horizon den Hafen Oranjestad weiterhin ansteuert.

Aruba war der letzte Stopp unserer achttägigen Karibik-Kreuzfahrt mit der Carnival Horizon, bevor zwei Seetage zurück nach Miami auf dem Plan standen. Die kleinste der drei ABC-Inseln liefert genau das, was man sich nach einer Woche auf See wünscht: einen der schönsten Strände der Welt, eine Hauptstadt im niederländischen Bonbon-Stil und türkisblaues Wasser, das so unwirklich aussieht wie ein Bildschirmschoner. Sieben Jahre später steuert die Horizon Oranjestad noch immer an, und Eagle Beach steht weiter ganz oben auf den internationalen Strand-Rankings. Hier kommt der Rückblick mit allem, was du für deinen eigenen Aruba-Tag brauchst.

Boarding

  • Aruba ist die kleinste der ABC-Inseln (Aruba, Bonaire, Curacao), rund 30 km lang, 9 km breit und gehört als eigenständiges Land zum Königreich der Niederlande.
  • Eagle Beach liegt etwa 1,5 Meilen und damit gut zehn Taximinuten vom Kreuzfahrtterminal entfernt und wird regelmäßig zum schönsten Strand der Karibik gewählt.
  • In Oranjestad mischen sich Pastellfassaden im Kolonialstil mit Karibik-Flair, der Stadtkern ist vom Hafen in zehn Minuten zu Fuß erreichbar.
  • Amtssprachen sind Niederländisch und Papiamentu, mit Englisch und Spanisch kommt man überall durch.
  • Die Carnival Horizon fährt bis heute ganzjährig ab Miami und nimmt Aruba auf ihrer Südkaribik-Route weiterhin mit.
Karibik Kreuzfahrt mit Carnival - Reisebericht - Tag 6: Aruba

Oranjestad: Holland trifft Karibik

Schon beim Anlegen wird klar, warum Aruba sich von den meisten Karibikinseln abhebt. Statt Wellblech und Palmen-Klischee empfängt einen in Oranjestad eine Hauptstadt, die aussieht, als hätte jemand ein niederländisches Grachtenviertel in die Sonne gestellt und kräftig nachkoloriert. Die Fassaden im sogenannten Zuckerbäcker-Stil leuchten in Mango, Türkis und Rosa, dazwischen rattert die kostenlose Straßenbahn durch die Fußgängerzone. Der Name Oranjestad verweist auf das niederländische Königshaus, das Oranje, und genau diese Mischung aus europäischer Ordnung und tropischer Leichtigkeit prägt die ganze Insel.

Praktisch für Kreuzfahrtgäste: Der Stadtkern liegt nur einen guten halben Kilometer vom Terminal entfernt, zu Fuß sind es etwa zehn Minuten. Wir haben den Vormittag genutzt, um durch die Caya G. F. Betico Croes zu bummeln, die Haupteinkaufsstraße, und zwischen den bunten Häusern Fotos zu sammeln. Wer mag, kombiniert den Stadtgang mit einem Stopp am Hafen, wo bunte Fischerboote und schwimmende Marktstände liegen. Für mehr braucht es an einem Hafentag aber gar nicht, denn das eigentliche Ziel auf Aruba ist der Strand.

Eagle Beach: warum dieser Strand jede Bestenliste anführt

Aruba hat über 20 Strände auf engstem Raum, doch einer überstrahlt sie alle. Wir sind nach dem Stadtbummel ins Taxi gestiegen und nach rund zehn Minuten am Eagle Beach ausgestiegen, etwa 1,5 Meilen vom Terminal entfernt. Der Strand ist breit, sehr lang und der Sand so fein und weiß, dass er in der Mittagssonne fast blendet. Davor liegt das Wasser in genau dem Türkis, das man sonst nur auf retuschierten Postkarten sieht. Dass Eagle Beach immer wieder zum schönsten Strand der Karibik und in die weltweite Top 25 gewählt wird, klingt nach Marketing, fühlt sich vor Ort aber einfach nach Tatsache an.

Das fotogene Markenzeichen sind die windschiefen Fofoti-Bäume, deren verdrehte Stämme sich Richtung Meer neigen. Sie stehen unübersehbar am Eagle Beach und sind das meistfotografierte Motiv der Insel. Wichtig fürs Reisetagebuch: Die berühmten geneigten Bäume am Eagle Beach sind Fofoti, nicht die oft verwechselten Divi-Divi, die eher im Inselinneren wachsen. Wer das ikonische Silhouetten-Foto will, sollte den frühen Nachmittag einplanen, wenn die Sonne von hinten kommt.

Eagle Beach ist einer der wenigen Orte, an denen das überbelichtete Reiseprospekt-Foto und die Realität deckungsgleich sind.

Der Tagesplan: Stadt am Vormittag, Strand am Nachmittag

Für einen einzigen Hafentag hat sich die Aufteilung bewährt: vormittags Oranjestad zu Fuß, danach mit dem Taxi an den Strand und den Nachmittag im Wasser. Taxis stehen direkt am Terminal, Festpreise sind üblich, ein Mietwagen lohnt sich für einen Tag selten. Wer länger bleibt, kann mit dem Bus oder Roller auch Palm Beach im Norden oder den rauen Arikok-Nationalpark im Osten ansteuern, doch das sprengt den Rahmen eines Kreuzfahrtstopps.

Gegen Nachmittag ging es für uns zurück an Bord der Horizon. Mit dem Ablegen begann der ruhigere Teil der Reise: zwei volle Seetage trennten uns noch von Miami. Das klingt nach Leerlauf, ist an Bord eines Schiffs dieser Größe aber die Gelegenheit, all die Dinge nachzuholen, für die in den Hafentagen keine Zeit blieb. Wie diese Seetage abliefen, steht im nächsten Kapitel unseres Reisetagebuchs.

Was aus Schiff und Route wurde

Sieben Jahre nach unserer Reise hat sich überraschend wenig verändert, und das ist eine gute Nachricht. Die Carnival Horizon fährt weiterhin ganzjährig ab Miami und nimmt Aruba auf ihrer Südkaribik-Schleife zusammen mit Curacao und Bonaire mit. Wer die Route heute buchen will, findet sie also fast unverändert im Programm. Eagle Beach hat seinen Spitzenplatz in den internationalen Rankings verteidigt, und die Fofoti-Bäume stehen so fotogen am Wasser wie eh und je. Aruba bleibt damit ein Ziel, das man guten Gewissens weiterempfehlen kann, ob als Kreuzfahrtstopp oder als eigenständige Strandwoche.

Dieser Beitrag ist Teil unseres Reisetagebuchs zur Karibik-Kreuzfahrt mit Carnival. Hier geht es zum vorigen Stopp auf Curacao am Tag 5 und weiter zu den beiden Seetagen an Tag 7 auf dem Rückweg nach Miami.

Gut zu wissen

Wie weit ist Eagle Beach vom Kreuzfahrthafen in Aruba entfernt?

Eagle Beach liegt rund 1,5 Meilen vom Terminal in Oranjestad entfernt. Mit dem Taxi sind es etwa zehn Minuten, Festpreise sind am Hafen üblich.

Welche Sprache spricht man auf Aruba?

Amtssprachen sind Niederländisch und Papiamentu. Englisch und Spanisch werden ebenfalls fast überall gesprochen, sodass die Verständigung als Tourist problemlos klappt.

Reicht ein Kreuzfahrt-Hafentag, um Aruba zu sehen?

Für die Highlights ja. Ein Vormittag in Oranjestad und ein Nachmittag am Eagle Beach füllen einen Hafentag gut aus. Wer den Arikok-Nationalpark oder Palm Beach mitnehmen will, sollte mehr Zeit einplanen.

Fährt die Carnival Horizon noch in die Karibik?

Ja. Die Carnival Horizon ist weiterhin ganzjährig ab Miami im Einsatz und steuert auf ihrer Südkaribik-Route neben Aruba auch Curacao und Bonaire an.

Bildquelle: Kamil Kalbarczyk / Unsplash
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