
„NaTour“ hautnah erleben – die besten Wander-Apps
2021 haben wir dir hier die besten Wander-Apps vorgestellt. Vier Jahre später hat sich einiges getan: Komoot hat den Besitzer gewechselt, AllTrails ist gewachsen und die Preise sind teils gestiegen. Hier ist das Update für deine nächste Tour.
Welche Wander-App lohnt sich 2025? Kurz gesagt: Für die meisten Touren ist Komoot die einfachste Wahl, in den Alpen spielt Outdooractive seine Stärken aus, und für Reisen außerhalb Europas überzeugt AllTrails mit seiner Community. Wir haben unseren Archiv-Artikel von 2021 auf den aktuellen Stand gebracht, denn bei Preisen und Funktionen hat sich seitdem einiges verschoben.
- Komoot: intuitivste Bedienung, eine Region gratis, das Weltpaket kostet 29,99 Euro (oft im Angebot für 19,99 Euro).
- Wichtig 2025: Komoot gehört seit März 2025 zum italienischen Anbieter Bending Spoons. Das einmalige Weltpaket gibt es noch, ein jährliches Premium-Abo (59,99 Euro) ist dazugekommen.
- Outdooractive: größte Tourendatenbank, eng an die Tourismusverbände angebunden, ideal für anspruchsvolle Bergtouren.
- AllTrails: starke Community-Bewertungen, neues Peak-Abo (79,99 Euro pro Jahr) mit KI-gestützten Routenvorschlägen.
- Sicherheit: Eine separate Notfall- und Lawinen-App gehört im alpinen Gelände dazu, keine Wander-App ersetzt sie.

Raus aus den eigenen vier Wänden, rein in die Natur: Wandern bleibt einer der einfachsten Wege, den Kopf frei zu bekommen. Früher brauchtest du dafür topografische Karten und einen Wanderführer, heute reicht das Smartphone. Eine gute App plant dir die Route passend zu deinem Level, navigiert dich unterwegs und hält Höhenprofil, Wetter und Einkehrmöglichkeiten bereit. Welche App zu dir passt, hängt davon ab, wo und wie oft du unterwegs bist.
Komoot: der Allrounder mit neuem Besitzer
Komoot ist seit Jahren die meistgenutzte Outdoor-App im deutschsprachigen Raum und hat bei der Stiftung Warentest am besten abgeschnitten. Klare Richtungspfeile, Sprachansagen für die Navigation und eine übersichtliche Bedienung machen sie zur besten Wahl für Einsteiger. Du planst Touren entweder selbst oder läufst fertige Routen aus der Community nach, dazu kommen Vorschläge von Komoot und von Tourismusregionen. Neben dem Wandern deckt die App auch Rennrad, Mountainbike und Joggen ab.
Beim Preismodell solltest du genau hinschauen, denn hier hat sich seit unserem ersten Artikel am meisten verändert. Eine Region inklusive Offline-Karte und Sprachnavigation bekommst du dauerhaft kostenlos. Wer mehr will, schaltet das Weltpaket für einmalig 29,99 Euro frei, in regelmäßigen Aktionen auch für 19,99 Euro. Neu ist das jährliche Premium-Abo für 59,99 Euro, das Mehrtagesplanung, Live-Tracking, Wettervorhersage und sportspezifische Karten bringt.
Der größte Einschnitt liegt aber hinter den Kulissen: Im März 2025 hat der italienische Tech-Konzern Bending Spoons die Übernahme von Komoot abgeschlossen. Bending Spoons hat in der Vergangenheit nach Übernahmen wie bei Evernote die Preise angezogen. Das einmalige Weltpaket gibt es bisher weiterhin. Wenn du mit dem Lifetime-Modell liebäugelst, lohnt es sich, nicht ewig zu warten.
Eine App plant die Route, das Wetter und das eigene Bauchgefühl entscheiden über den Rest.
Outdooractive: die Datenbank für die Berge
Outdooractive punktet mit der größten Tourendatenbank im deutschsprachigen Raum und einer engen Anbindung an die Tourismusverbände. Genau das macht die App stark, wenn du in den Alpen unterwegs bist und anspruchsvolle Touren planst: Das Kartenmaterial ist detaillierter, die Tourenbeschreibungen sind professioneller, und viele Regionen pflegen ihre offiziellen Wege direkt ein. Tourensuche und Basis-Navigation sind gratis, Offline-Karten und erweiterte Funktionen gibt es im Pro-Abo.
Für Gelegenheitswanderer ist die Fülle an Funktionen manchmal etwas viel. Wer aber regelmäßig im Gebirge unterwegs ist und Wert auf verlässliches Kartenmaterial legt, findet hier die größte Tiefe.
AllTrails: stark für Reisen und Community
Neu in unserer Empfehlung ist AllTrails. Die App lebt von ihren Community-Bewertungen und ist Gold wert, wenn du in fremden Regionen außerhalb Europas wanderst. Routenansicht und Community-Funktionen nutzt du kostenlos, Offline-Karten gibt es im Pro-Abo. 2025 hat AllTrails mit dem Peak-Abo für 79,99 Euro pro Jahr ein Premium-Modell mit KI-gestützten Routenvorschlägen eingeführt. Ob dir das den Aufpreis wert ist, hängt davon ab, wie viel du reist.
Wer ohnehin in die richtige Ausrüstung investiert, sollte auch beim Schuhwerk genau hinschauen. Unsere Kollegen von InspiredBySports haben die neue Trail-Schuh-Generation 2026 getestet.
Sicherheit geht vor: Notfall- und Lawinen-Apps
So gut die Routenplaner auch sind, im alpinen Gelände ersetzen sie keine Sicherheits-App. Anbieter wie Ortovox bieten Funktionen rund um Notfall, Erste Hilfe und Lawinenkunde, samt regelmäßig aktualisierter Bergwetter- und Lageinfos. Lade dir die Tour vor dem Start als Offline-Karte herunter, prüfe den Akkustand und gib jemandem Bescheid, wohin du gehst. Eine Powerbank kostet wenig und hat schon manchen Abstieg im Dunkeln verhindert.
Lust auf mehr Ideen für draußen? Dann schau dir unsere Geheimtipps für deinen nächsten Roadtrip durch Europa an oder plane eine entspannte Radtour zu den schönsten Seen rund um München.
Gut zu wissen
▸Welche Wander-App ist die beste für Einsteiger?
Für den Einstieg ist Komoot die richtige Wahl. Die Bedienung ist intuitiv, die Sprachnavigation führt dich zuverlässig, und eine Region inklusive Offline-Karte bekommst du dauerhaft gratis. So testest du in Ruhe, bevor du Geld ausgibst.
▸Was kostet Komoot 2025?
Eine Region ist kostenlos. Das Weltpaket für alle Regionen kostet einmalig 29,99 Euro, in Aktionen oft 19,99 Euro. Neu ist ein Premium-Abo für 59,99 Euro pro Jahr mit Mehrtagesplanung, Live-Tracking und Wetter. Seit der Übernahme durch Bending Spoons im März 2025 kann sich das Modell künftig ändern.
▸Funktionieren Wander-Apps auch ohne Netz?
Ja, wenn du die Tour vorher als Offline-Karte herunterlädst. Das geht bei Komoot, Outdooractive und AllTrails im jeweiligen Bezahlmodell. Plane das vor dem Start ein, im Funkloch ist es dafür zu spät.
▸Brauche ich zusätzlich eine Sicherheits-App?
Im flachen Gelände reicht ein guter Routenplaner. Im Hochgebirge gehört eine Notfall- und Lawinen-App dazu, etwa von Ortovox. Sie ersetzt keinen gesunden Menschenverstand, gibt dir aber im Ernstfall die richtigen Schritte an die Hand.



