//TASTEBunte Auswahl veganer Süßigkeiten auf einem Tisch
13. Januar 2020 // 12:54 Uhr

Vegan naschen? Diese veganen Süßigkeiten bekommt ihr überall – auch online!

Sonja Höslmeier·4 min Lesezeit

Wer vegan is(s)t, der muss nicht auf beliebte Süßigkeiten, wie Kekse, Eis und Co verzichten! Im Gegenteil: es gibt immer mehr vegane Naschereien zu kaufen.

Wer sich vegan ernährt, steht im Süßigkeitenregal nicht zwingend vor leeren Händen. Viele Produkte, die seit Jahrzehnten in deutschen Supermärkten stehen, sind zufällig vegan, weil Milch, Gelatine oder andere tierische Zutaten schlicht nie Bestandteil des Rezepts waren. Kekse, Schokolade, Eis und Fruchtgummi: Vier Kategorien, in denen die vegane Auswahl inzwischen bemerkenswert ist.

Quick Fitting

  • Oreos und Manner: Beide Klassiker sind komplett frei von tierischen Inhaltsstoffen
  • Gelatine als Indikator: Bei Fruchtgummi auf Pektin-Basis statt Gelatine achten
  • Supermarkt reicht aus: Alle genannten Produkte sind im normalen Einzelhandel erhältlich

Vegane Ernährung bedeutet keinen Verzicht auf Süßes, das Angebot an tierfreien Naschereien im normalen Supermarkt ist größer als die meisten vermuten.

Warum viele Süßigkeiten ohne Tierleihe auskommen

Das Angebot an veganen Naschereien im Einzelhandel ist deutlich breiter als oft angenommen. Immer mehr Hersteller und Supermarktketten reagieren auf die wachsende Nachfrage nach pflanzlichen Produkten und erweitern ihr Sortiment gezielt. Viele klassische Produkte waren dabei schon immer frei von Milch, Ei oder Gelatine, ohne dass dies je kommuniziert wurde.

Das Prinzip lohnt sich also: Zutatenliste lesen, Inhaltsstoffe prüfen, und man entdeckt regelmäßig, dass vertraute Marken längst im eigenen Bereich liegen. Der Supermarkt-Gang wird für vegan Lebende damit weniger zur Suche als zur Bestätigung.

Kekse: Klassiker oft ohne tierische Inhaltsstoffe

Kekse gehören zu den verlässlichsten veganen Kategorien im Süßwarenregal. Oreos etwa enthalten keine tierischen Inhaltsstoffe und sind ein gängiges Beispiel dafür, wie ein Massenprodukt ohne Kompromisse vegan ausgerichtet ist. Auch die Neapolitaner Waffeln von Manner fallen in dieselbe Kategorie, ein österreichischer Klassiker, der komplett frei von Milch und Ei produziert wird.

Das Spektrum geht weit über diese beiden Beispiele hinaus. Wer den Blick auf die Rückseite der Packung gewöhnt ist, findet schnell weitere Optionen. Viele Butterkekse und Hartgebäcksorten kommen ohne Milchfett aus, da sie traditionell mit pflanzlichen Fetten hergestellt wurden.

Schokolade: Vom Bitterschokoladengenuss bis zur Marzipan-Variante

Bei Schokolade ist die Lage differenzierter, aber keineswegs hoffnungslos. Edelbitterschokolade mit hohem Kakaoanteil ist häufig vegan, da der Milchanteil im Rezept entfällt. Lindt bietet entsprechende Varianten im regulären Sortiment, Ritter Sport hat ebenfalls Marzipan-Schokolade im Programm, die ohne tierische Zutaten auskommt.

Auch Mon Cheri von Ferrero sowie Chocjes von Katjes werden als vegan gehandelt. Der entscheidende Hinweis gilt hier wie in allen anderen Kategorien: Zutatenlisten ändern sich, Rezepturen werden angepasst. Ein kurzer Blick auf die aktuelle Verpackung schützt vor Überraschungen.

Vegane Eiscreme: Großes Angebot in allen Geschmacksrichtungen

Vegane Eiscreme war lange ein Nischenprodukt, das spezielle Reformhäuser oder Bioläden voraussetzte. Das ist Geschichte. Heute führen viele Supermarktketten eine breite Auswahl, die vom klassischen Waffeleis bis hin zu Stieleis in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen reicht.

Ob Erdbeere, Schokolade oder Vanille, die pflanzliche Variante auf Soja-, Mandel- oder Haferbasis ist längst kein Exot mehr. Wer die Tiefkühlabteilung des nächsten Vollsortimenters aufsucht, wird feststellen, dass die vegane Auswahl mit der konventionellen mithalten kann.

Fruchtgummi und Bonbons: Auf Gelatine kommt es an

Close-up of dark chocolate bar on crumpled white paper, showcasing texture.
Edelbitterschokolade mit hohem Kakaoanteil ist häufig vegan und in vielen Supermärkten erhältlich.

Bei Fruchtgummi und Geleeprodukten ist Gelatine die entscheidende Zutat, auf die zu achten ist. Viele Klassiker der Kategorie enthalten sie als Bindemittel, Haribo Goldbären etwa nicht. Stattdessen setzt Haribo bei bestimmten Produkten wie Pasta Frutta oder Jelly Beans auf pflanzliche Alternativen.

Auch nimm2 Soft und Mamba von Storck sowie die bunten Skittles von Wrigley gelten als vegan. Die Liste der zufällig veganen Fruchtgummi-Sorten ist lang und wächst, weil viele Hersteller auf Pektin als Alternative zu Gelatine umstellen, weniger aus ethischen als aus wirtschaftlichen Gründen, was das Ergebnis für vegan Lebende aber nicht weniger nützlich macht.

Supermarkt oder Online: Wo man am besten sucht

Vibrant macro image of sugar-coated gummy candies with orange and red hues.
Die Suche nach diesen veganen Fruchtgummis erfordert im Supermarkt Geduld, online ist das Angebot deutlich größer.

Der reguläre Lebensmitteleinzelhandel ist für die genannten Produkte die einfachste Anlaufstelle. Kein Versandhandel, kein Spezialgeschäft, die Produkte stehen in den Regalen der gängigen Vollsortimenter und Discounter. Das macht veganes Naschen im Alltag unkompliziert und ohne Mehraufwand zugänglich.

Wer seinen Einkauf online erledigt, profitiert zusätzlich von Filterfunktionen in den Shops großer Supermarktketten. Die Kennzeichnung „vegan“ hat sich als Orientierungshilfe etabliert, auch wenn sie nicht auf allen zufällig veganen Produkten erscheint. Ein kurzer Scan der Zutatenliste bleibt deshalb die zuverlässigste Methode.

Fazit

Veganes Naschen ist kein Nischen-Thema mehr und erfordert keine Spezialläden oder aufwendige Recherche. Kekse wie Oreos und Manner-Waffeln, Schokolade von Ritter Sport und Lindt, eine wachsende Auswahl veganer Eiscreme sowie Fruchtgummi von Haribo, Storck und Wrigley, das alles liegt im regulären Supermarkt, oft zwischen den konventionellen Produkten.

Der Schlüssel ist die Gewohnheit, kurz auf die Rückseite der Packung zu schauen. Wer das verinnerlicht hat, entdeckt, dass die vegane Auswahl im Süßigkeitenbereich überraschend groß ist, und weiter wächst.

Gut zu wissen

Sind Oreos wirklich vegan?

Nach Angaben der Hersteller enthalten Oreos keine tierischen Inhaltsstoffe. Dennoch empfiehlt sich ein Blick auf die aktuelle Zutatenliste, da Rezepturen sich gelegentlich ändern können.

Woran erkenne ich veganes Fruchtgummi?

Das entscheidende Kriterium ist Gelatine in der Zutatenliste, sie stammt aus tierischen Knochen und Häuten. Produkte, die stattdessen Pektin oder andere pflanzliche Geliermittel verwenden, sind in der Regel vegan. Haribo Pasta Frutta und Jelly Beans sowie Skittles von Wrigley gelten als Beispiele.

Gibt es vegane Schokolade in normalen Supermärkten?

Ja. Edelbitterschokolade mit hohem Kakaoanteil ist häufig vegan, etwa bestimmte Varianten von Lindt. Auch Ritter Sport hat Marzipan-Schokolade ohne tierische Zutaten im Sortiment. Zutatenliste prüfen bleibt die sicherste Methode.

Bildquelle: Titelbild: Pexels / Tima Miroshnichenko (px:7033662); Beitragsbilder: Pexels / Vie Studio (px:6167341); Pexels / Venkata Sai Goutham Vaddi (px:32890538).
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