//LIVINGPerson trägt Sonnencreme am Strand auf
21. Juni 2021 // 06:04 Uhr

Sonnencreme: Die Haut richtig vor UV-Strahlung schützen

Elias Kollböck·4 min Lesezeit

Sommer, Sonne und Strand: Die schönste Jahreszeit hat begonnen. Für die Haut kann sie aber zum Problem werden, wenn sie nicht ausreichend geschützt wird.

Sonne, Strand, lange Tage: Die schönste Jahreszeit hat ihren Preis, wenn die Haut nicht ausreichend geschützt wird. Sonnenlicht ist gesund und sogar lebensnotwendig, kann der Haut aber schnell schaden. Worauf es beim Sonnenschutz ankommt, ist schnell erklärt und im Alltag leicht umzusetzen.

Quick Fitting

  • Der Faktor: Mindestens Lichtschutzfaktor 30, besser 50. Höherer UVB-Schutz bedeutet meist auch mehr UVA-Schutz.
  • Die Filter: Mineralisch (Zinkoxid, Titanoxid) deckt das ganze Spektrum ab, chemische Filter schützen je nach Substanz.
  • Die Menge: Etwa ein Teelöffel fürs Gesicht, systematisch auftragen, nach Wasserkontakt nachcremen.

Sonne tut gut, in Maßen. Worauf es bei Lichtschutzfaktor, Filtern und der richtigen Menge wirklich ankommt, damit die Haut die schöne Jahreszeit unbeschadet übersteht.

Was die Sonne mit der Haut macht

Das Sonnenlicht, das die Atmosphäre passiert und auf den Körper trifft, besteht aus unsichtbarer Infrarotstrahlung, dem sichtbaren Licht und der ebenfalls unsichtbaren UV-Strahlung. Letztere teilt sich in UVA, UVB und UVC. Die kurzwellige UVC-Strahlung wird von der Haut reflektiert, UVA und UVB dringen dagegen ein.

In Maßen ist das nützlich. Sonne füllt die Vitamin-D-Speicher, hebt die Stimmung und stärkt das Immunsystem, dafür genügt schon eine kleine Menge Licht. Zu viel davon kehrt den Effekt jedoch um, und genau hier beginnt die Aufgabe des Sonnenschutzes.

Warum Schutz wichtig ist

UVB-Strahlung löst die Bräunung aus, aber auch den Sonnenbrand, und lässt die Haut mit der Zeit verdicken. UVA-Strahlung dringt tiefer ein und kann das stabilisierende Gerüst der Haut zerstören. Die Folgen reichen von akuten Reaktionen wie einer Sonnenallergie bis zu den typischen Zeichen vorzeitiger Hautalterung.

Dazu zählen erschlaffende Haut, Falten und Altersflecken, das sogenannte Photoaging. Im schlimmsten Fall begünstigt UV-Strahlung die Entstehung von Hautkrebs. Direktes Sonnenlicht sollte deshalb nur mit Schutz genossen werden, das ganze Jahr über, nicht nur am Strand.

Mineralisch oder chemisch: die Filter

UV-Filter halten die Strahlung ab, bevor sie in die Haut eindringt. Sie teilen sich in zwei Gruppen. Mineralische, auch physikalische Filter beruhen auf anorganischen Verbindungen wie Zinkoxid oder Titanoxid. Sie streuen und absorbieren das Licht und decken das gesamte Spektrum von UVA bis UVB ab.

Chemische, also organische Filter basieren meist auf Kohlenstoff und schützen traditionell vor allem im UVB-Bereich. Moderne Varianten decken inzwischen auch den UVA-Bereich mit ab. Welche Variante besser passt, hängt vom Hauttyp und der persönlichen Verträglichkeit ab, beide schützen zuverlässig.

Der richtige Lichtschutzfaktor

Worauf zuerst geachtet wird, ist der Lichtschutzfaktor. Für ausreichenden Schutz sollte er mindestens bei 30 liegen, besser bei 50. Je höher der angegebene Schutz vor UVB-Strahlen ausfällt, desto höher ist in der Regel auch der Schutz vor UVA-Strahlen.

Neben dem Faktor zählt das Hautbild. Ob normale, trockene oder empfindliche Haut, für jeden Typ gibt es passende Lotions, Sprays und Cremes. Wer zu Unreinheiten neigt, greift zu leichteren Texturen, trockene Haut profitiert von reichhaltigeren Formulierungen.

Flat lay image of sunscreen lotion with natural seeds highlighting the skincare product's organic composition.
Natürliche Samen stehen für organische Formeln, die den richtigen Lichtschutzfaktor pflegend ergänzen.

Die richtige Menge und Technik

Der häufigste Fehler ist zu wenig Creme. Für das Gesicht wird etwa ein Teelöffel empfohlen, für größere Körperpartien entsprechend mehr. Am besten geht man systematisch vor, erst der linke Arm, dann der rechte, danach Beine, Rumpf und zuletzt Hals und Gesicht, damit keine Stelle vergessen wird.

Ein Trick gegen den fettigen Glanz: eine dünne Schicht auftragen, kurz warten, dann eine zweite. So zieht ein Teil bereits ein. Nach dem Baden, Schwimmen oder Duschen gehört nachgecremt, auch bei wasserfesten Produkten lässt der Schutz nach.

A woman with a wide-brimmed hat enjoys a sunny day at the beach with a drink in hand.
Die richtige Menge auf der Haut ist die Basis für einen kühlen Drink am sonnigen Strand.

Haltbarkeit nicht vergessen

Sonnencreme ist kein Vorrat für Jahre. Geöffnete Produkte sind nur etwa ein Jahr zuverlässig wirksam, danach lässt der Schutz nach, auch wenn die Creme äußerlich unverändert wirkt. Ein Blick auf das Haltbarkeitssymbol auf der Flasche lohnt sich vor jeder Saison.

Wer die Reste vom Vorjahr noch im Schrank hat, prüft sie also lieber, bevor er sich darauf verlässt. Auch die Lagerung spielt eine Rolle: pralle Sonne und Hitze, etwa im Auto oder direkt in der Strandtasche, setzen den Filtern zu und verkürzen die Wirkung zusätzlich. Frische Creme im richtigen Faktor, großzügig und regelmäßig aufgetragen, ist der einfachste und wirksamste Schutz, den die Haut bekommen kann.

Fazit

Guter Sonnenschutz ist keine Wissenschaft, aber eine Frage der Konsequenz. Mindestens Faktor 30, lieber 50, ein Filter, der zum Hauttyp passt, genug Menge und regelmäßiges Nachcremen, mehr braucht es nicht. So bleibt die Sonne, was sie sein soll: ein Genuss, kein Risiko.

Kurz geklärt

Welcher Lichtschutzfaktor ist sinnvoll?

Mindestens 30, besser 50. Je höher der UVB-Schutz, desto höher in der Regel auch der UVA-Schutz. Für helle oder empfindliche Haut lohnt der höhere Faktor immer.

Mineralische oder chemische Sonnencreme?

Beide schützen zuverlässig. Mineralische Filter decken das gesamte UV-Spektrum ab, moderne chemische Filter inzwischen auch. Die Wahl hängt vom Hauttyp und der Verträglichkeit ab.

Wie lange ist Sonnencreme haltbar?

Geöffnet etwa ein Jahr. Danach lässt der Schutz nach, auch wenn die Creme normal aussieht. Das Haltbarkeitssymbol auf der Flasche gibt Auskunft.

Bildquelle: Titelbild: Pexels / Mikhail Nilov (px:8157145); Beitragsbilder: Pexels / Vilvah Store (px:17511747); Pexels / Brendan Rühli (px:37358150).
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