
Kinderbetreuung als Corporate Benefit – Die digitale Plattform von heynanny
Kinderbetreuung ist eine der größten Herausforderungen der Wirtschaft. Eine umfassende digitale Lösung bietet das Angebot von heynanny.
Im Herbst 2023 haben wir hier über heynanny berichtet, eine digitale Plattform, die Kinderbetreuung als Corporate Benefit buchbar macht. Die Frage damals: Kann ein Startup das Dauerproblem Betreuungslücke wirklich entschärfen? Zwei Jahre später ist die Antwort sichtbar. Aus heynanny ist 2025 heycare geworden, die Plattform deckt heute weit mehr ab als Nannys, und Konzerne wie SAP oder Allianz nutzen sie. Was hinter dem Modell steckt und warum es funktioniert, liest du hier.
- heynanny startete 2021 in München mit verifizierten Betreuungskräften als Mitarbeiter-Benefit, deutschlandweit buchbar.
- Eltern sparen steuerlich bis zu 4.000 Euro pro Kind und Jahr, Arbeitgeber können bis 1.400 Euro pro Mitarbeitenden steuerfrei zuschießen.
- Buchung, Versicherung und Erste-Hilfe-Schulung laufen über eine App, rund um die Uhr verfügbar.
- Seit April 2025 firmiert das Angebot als heycare und bündelt Childcare, Eldercare, Mental Health und Haushaltshilfe.
- Die Betreuungsquote der unter Dreijährigen lag 2024 bundesweit bei 37,4 Prozent, das Grundproblem bleibt also real.

Was bieten Unternehmen ihren Mitarbeitenden über das Gehalt hinaus? Diese Frage entscheidet längst mit, für wen sich Fachkräfte bewerben und wie lange sie bleiben. Gute Corporate Benefits verschieben das Arbeitsklima spürbar und stärken die Bindung an den Arbeitgeber. Vor allem jüngere Beschäftigte erwarten heute Lösungen, die ihren Alltag wirklich entlasten. Kinderbetreuung steht dabei ganz oben.
Der Bedarf ist hart belegbar. 2024 lag die Betreuungsquote der unter Dreijährigen in Deutschland bundesweit bei 37,4 Prozent, mit großem West-Ost-Gefälle: 33,9 Prozent im Westen gegenüber 55,2 Prozent im Osten. Gleichzeitig liegt die Erwerbstätigkeit von Müttern mit Kindern unter drei Jahren bei rund 54 Prozent, deutlich unter der von Müttern älterer Kinder. Wer keinen verlässlichen Betreuungsplatz findet, reduziert Stunden, nimmt Urlaub oder kündigt. Für Unternehmen heißt das: erfahrene Leute gehen verloren, oft genau die, die man halten will.
Mehr Spielraum für berufstätige Eltern
Hier setzte heynanny an. Das 2021 von Julia Kahle und Anna Schneider in München gegründete Startup baute eine Plattform, über die Arbeitgeber ihren Teams Zugriff auf mehr als 20.000 geprüfte und verifizierte Betreuungskräfte geben. Jede Nanny durchläuft vor der Freigabe Ident-Check, Referenzprüfung und erweitertes Führungszeugnis. Eltern buchen je nach Modell regelmäßige Betreuung oder schließen kurzfristige Lücken, etwa wenn die Kita streikt oder das Kind krank wird.
Der Reiz liegt in der Verlässlichkeit. Statt im privaten Umfeld nach Aushilfen zu suchen, greifen Eltern auf eine kuratierte Liste zu und wissen, dass die Person fachlich gecheckt ist. Das senkt den Organisationsstress, der sonst oft am Küchentisch um sechs Uhr morgens beginnt.
Der eigentliche Hebel ist nicht die Nanny an sich, sondern die Gewissheit, im Notfall innerhalb von Stunden eine geprüfte Betreuung zu haben.
Wie die Plattform funktioniert
heynanny bildet den kompletten Ablauf digital ab: Profil anlegen, passende Betreuungskraft auswählen, Kontakt aufnehmen, Termine planen, abrechnen und bezahlen. Buchungen sind rund um die Uhr möglich, der Support läuft per Mail oder WhatsApp. Über die Plattform ist jede Betreuung versichert, egal ob zu Hause oder auf dem Weg von der Kita. Zusätzlich sind die Betreuungskräfte über eine Kooperation mit der Johanniter-Unfall-Hilfe in Erster Hilfe am Kind geschult.
Der finanzielle Teil ist oft der unterschätzte Vorteil. Eltern können Betreuungskosten steuerlich geltend machen und so bis zu 4.000 Euro pro Kind und Jahr sparen, Voraussetzung ist die Zahlung per Überweisung mit Beleg, auf der Plattform Standard. Arbeitgeber wiederum können über frei wählbare Zuschüsse bis zu 1.400 Euro pro Jahr und Mitarbeitenden steuerfrei beisteuern. Aus einem weichen Wohlfühl-Benefit wird so ein rechenbarer Posten für beide Seiten.
Was aus heynanny wurde
Die spannendste Entwicklung kam nach unserem ersten Bericht. Im April 2025 wurde aus heynanny die Marke heycare. Der Grund: Die reine Kinderbetreuung war nur der Einstieg. Heute bündelt die Plattform mehrere Care-Bausteine, neben Childcare auch Eldercare für pflegende Angehörige, Mental-Health-Angebote, Haushaltshilfen und Pet Care. Große Arbeitgeber wie SAP, Allianz oder Daimler Truck setzen die Plattform ein, um ihre Belegschaft über den gesamten Lebensbereich hinweg zu unterstützen.
Damit bestätigt sich, was 2023 noch Hypothese war: Care als Benefit ist kein Nischenthema, sondern ein Feld, auf dem Konzerne ihre Bindung zu Beschäftigten messbar stärken. Für Personalverantwortliche ist die Lehre klar. Wer Fachkräfte halten will, sollte Betreuung nicht als Goodie behandeln, sondern als Teil der Vergütungslogik mitdenken.
Du willst tiefer in das Modell und konkrete Anwendungsfälle einsteigen? Hier gibt es das kostenlose Infopaper.
Kurz geklärt
▸Gibt es heynanny noch?
Die Marke heynanny wurde im April 2025 in heycare umbenannt. Die Plattform existiert weiter, deckt aber jetzt neben Kinderbetreuung auch Eldercare, Mental Health, Haushaltshilfen und Pet Care ab.
▸Wie viel Steuervorteil bringt das konkret?
Eltern können über abgesetzte Betreuungskosten bis zu 4.000 Euro pro Kind und Jahr sparen. Arbeitgeber können zusätzlich bis zu 1.400 Euro pro Jahr und Mitarbeitenden steuerfrei zuschießen, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind.
▸Sind die Betreuungskräfte abgesichert und geprüft?
Ja. Jede Betreuungskraft durchläuft vor der Freigabe Ident-Check, Referenzprüfung und erweitertes Führungszeugnis. Buchungen über die Plattform sind versichert, und die Betreuenden sind über eine Kooperation mit der Johanniter-Unfall-Hilfe in Erster Hilfe am Kind geschult.
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