//CULTUREHonor View 20 in Rot: Glasrückseite mit Chevron-Verlauf und Loch-im-Display-Front
15. März 2019 // 14:55 Uhr

DESIGNER SMARTPHONE – DAS HONOR VIEW 20 FEAT. MOSHINO

Elias Kollböck·5 min Lesezeit

Mit dem revolutionären Loch im Bildschirm und einem bombastischen Design ist das Honor View 20 ein echtes Statement. Wir waren in Paris beim Release dabei.

Mit dem Loch im Bildschirm und einem auffälligen Design ist das Honor View 20 ein echtes Statement. Wir waren in Paris beim Release dabei und erzählen, was die Kollaboration zwischen der Designermarke Moschino und dem Hersteller Honor wirklich ausmacht und warum dieses Smartphone mehr sein will als ein technisches Gerät.

Quick Fitting

  • Loch statt Notch: Die In-Screen-Kamera sitzt als winziges Loch im 6,4-Zoll-Display, der Rand fällt fast vollständig weg.
  • Moschino-Design: Die Glasrückseite im Aurora-Nano-Verlauf stammt von der italienischen Designermarke Moschino, erhältlich in Phantom Red und Phantom Blue.
  • Ab 570 Euro: Dazu eine 48-Megapixel-Hauptkamera und wahlweise 128 oder 258 GB Speicher.

Honor holt sich für das View 20 die italienische Designermarke Moschino an Bord und macht aus einem Smartphone mit Loch im Display ein Statement, das in Paris gefeiert wurde.

Das Loch statt der Notch

Die auffälligste Entscheidung steckt im Display selbst. Statt einer Notch, also der Aussparung am oberen Bildschirmrand, sitzt die Frontkamera beim View 20 als winziges Loch in der oberen Ecke des 6,4-Zoll-Bildschirms. Der Rand fällt damit fast vollständig weg, die Front wirkt praktisch randlos und der Blick bleibt ungestört beim Inhalt.

In der Smartphone-Welt jener Zeit war das ein bemerkenswerter Schritt. Während die meisten Hersteller noch versuchten, die Notch möglichst klein zu halten, verlegte Honor die Kamera direkt ins Display. Das Ergebnis ist eine durchgehende Fläche, die das Gerät moderner und aufgeräumter wirken lässt.

Im Alltag stört das Loch überraschend wenig. Auch im Vollbild, etwa beim Streaming oder beim Scrollen, gewöhnt sich das Auge schnell daran. Beim Release in Paris war genau dieses Detail der Grund, warum sich neben Fachleuten auch zahlreiche bekannte Gesichter um das Gerät drängten und es immer wieder in die Kamera hielten.

Moschino auf der Rückseite

Den Unterschied zum reinen Technikprodukt macht die Rückseite. Das Design stammt von der italienischen Designermarke Moschino, die für ihren verspielten, selbstbewussten Zugang zur Mode bekannt ist. Die Glasrückseite trägt einen Aurora-Nano-Verlauf, der je nach Lichteinfall changiert und das Gerät bei jeder Bewegung anders aussehen lässt.

Ob in Schwarz, Phantom Red oder Phantom Blue: die Oberfläche spielt mit Glanz und Reflexion. Das Licht bricht sich in feinen Mustern, sodass die Rückseite weniger wie ein Bauteil und mehr wie ein gestaltetes Objekt wirkt. Genau dort liegt der Reiz dieser Kollaboration, denn sie macht das View 20 weniger zum Gerät als zum Stilobjekt.

Eine Modemarke auf der Rückseite eines Smartphones ist dabei kein bloßes Logo-Spiel. Sie verschiebt den Blick: Das Telefon wird zum Accessoire, das man bewusst zeigt, ähnlich einer Uhr oder einer Tasche. Für eine Marke wie Honor, die sich damals einem jüngeren, stilbewussten Publikum öffnen wollte, war das ein kluger Zug.

Wenn Technik zum Accessoire wird

Die Verbindung von Designhäusern und Technikherstellern ist kein neues Phänomen, aber sie gewinnt dort an Bedeutung, wo sich Geräte technisch immer ähnlicher werden. Wenn Leistung und Ausstattung kaum noch den Unterschied machen, rückt die Gestaltung in den Vordergrund. Das View 20 ist ein gutes Beispiel für diesen Wandel.

Ein Smartphone begleitet seinen Besitzer durch den ganzen Tag, es liegt auf dem Tisch im Restaurant, in der Hand auf der Straße, neben dem Laptop im Büro. Damit ist es längst Teil des persönlichen Auftritts. Wer hier ein Stück wählt, das gestalterisch eine klare Linie zeigt, trifft eine ähnliche Entscheidung wie bei der Wahl der Brille oder der Schuhe.

Was die Kamera kann

Technisch bleibt das Honor kein reines Designprojekt. Die Hauptkamera löst mit 48 Megapixeln auf und arbeitet mit 3D-Sensoren, die Objekte, Menschen und Tiere erkennen und die Einstellungen entsprechend anpassen. Das nimmt dem Nutzer Arbeit ab, weil das Gerät die Szene selbst einordnet.

Flat lay of brown leather shoes, eyeglasses, and wristwatch on a dark background.
Die Kamera fängt die feine Narbung des braunen Leders und kühles Glas im Dunkeln ein.

Selbst im Nachtmodus bleiben Farben kräftig und Kontraste sauber. Statt flauer, körniger Aufnahmen liefert das View 20 auch bei wenig Licht Bilder mit Tiefe. Das Ergebnis sind Fotos, die zum auffälligen Äußeren passen und sich ohne große Nachbearbeitung teilen lassen.

Preis und Alltag

Ab 570 Euro bekommt man neben Design und Kamera auch solide Grundlagen. Das View 20 läuft flüssig, auch aufwändigere Apps und Spiele bringen es nicht ins Stocken. Mit wahlweise 128 oder 258 GB ist genug Platz für Musik, Fotos und Videos vorhanden, sodass man nicht ständig aufräumen muss.

Asian woman walking outdoors, using smartphone with enthusiasm and stylish elegance.
Hier zeigt sich, warum preis im Ergebnis so viel ausmacht.

Eine Erweiterung per Speicherkarte ist allerdings nicht vorgesehen. Der gewählte Speicher sollte also von Anfang an zur eigenen Nutzung passen. Wer viel filmt oder seine Mediathek offline dabei hat, greift besser gleich zur größeren Variante. In der Hand liegt das Gerät angenehm, die Haptik wirkt wertig und unterstreicht den gestalterischen Anspruch.

Für wen sich das View 20 lohnt

Das View 20 richtet sich an alle, die ein Smartphone nicht nur nach dem Datenblatt aussuchen. Wer Wert auf ein eigenständiges Äußeres legt und ein Gerät sucht, das im Alltag auffällt, ohne aufdringlich zu sein, findet hier ein stimmiges Gesamtpaket. Die Moschino-Rückseite ist dabei das Argument, das es von der Masse abhebt.

Wer dagegen ausschließlich die beste Kamera oder die maximale Ausstattung sucht, wird auch Alternativen finden. Die Stärke des View 20 liegt in der Verbindung, nicht im einzelnen Spitzenwert. Genau diese Mischung aus Technik und Gestaltung ist es, die das Gerät interessant macht.

Fazit

Das Honor View 20 ist optisch eines der eigenständigsten Smartphones seiner Zeit. Starke Kamera, angenehme Haptik und das Moschino-Design ergeben ein stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer ein Gerät sucht, das Technik und Gestaltung zusammendenkt, wird hier fündig und bekommt ein Smartphone, das man gerne in die Hand nimmt und zeigt.

Kurz geklärt

Stört die Kamera im Display beim Schauen?

Nein. Die In-Screen-Kamera sitzt als kleines Loch in der oberen Ecke des 6,4-Zoll-Displays und fällt im Alltag kaum auf. Dafür bleibt der Bildschirm praktisch randlos.

Was macht das Design des View 20 besonders?

Die Glasrückseite im Aurora-Nano-Verlauf von Moschino spielt mit Licht und Glanz, in Phantom Red und Phantom Blue. So wird das Smartphone zum Stilobjekt, nicht nur zum Gerät.

Lohnt sich das View 20 zum Preis?

Ab 570 Euro bekommt man eine 48-Megapixel-Kamera, viel Speicher und eine angenehme Haptik. Für ein Design-Statement dieser Art ein stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis.

Bildquelle: Titelbild: KI-generiert; Beitragsbilder: Pexels / Mnz (px:1619655); Pexels / Andrea Piacquadio (px:3917763).
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