//STYLEGlasüberdachte Einkaufspassage in München mit Fußgaengern, Architektur im Stil der Kaufingertor Passage
11. Juni 2019 // 12:11 Uhr

Kaufingertor Passage München: 25 Jahre Jubiläum und wie es weiterging

InspiredByLuxury·Aus dem Archiv, neu aufgelegt

Im Juni 2019 haben wir das 25-jährige Jubiläum der Kaufingertor Passage gefeiert. Was ist seitdem aus Münchens traditionsreichster Shopping-Passage geworden, und lohnt sich der Abstecher für dich heute noch?

Als die Kaufingertor Passage 2019 ihren 25. Geburtstag feierte, stand eine offene Frage im Raum: Kann eine glasüberdachte Innenstadt-Passage gegen Online-Handel und groessere Center bestehen? Die kurze Antwort sechs Jahre spaeter lautet ja. Wenn du heute am Marienplatz vorbeikommst, ziehen frisch eröffnete Flagship-Stores wieder Laufkundschaft in die Passage. Wir schauen zurueck auf das Fest und ordnen ein, wo die Passage 2025 steht.

Quick Fitting

  • Die Kaufingertor Passage öffnete im Mai 1994 und verbindet seither die Kaufinger Straße mit der Fürstenfelder Straße.
  • Rund 70 Meter lang, glasüberdacht, etwa 4.600 Quadratmeter Verkaufsfläche mitten in der Münchner Fußgängerzone.
  • 2019 stand das 25-jährige Jubiläum mit einem öffentlichen Fest am 14. Juni im Mittelpunkt.
  • 2025 ist die Passage weiter in Betrieb, mit Mode, Schmuck, Lifestyle und Gastronomie sowie neuen Flagship-Adressen.
  • Für dich heißt das: kurzer Weg vom Marienplatz, geschützt bei Regen und ruhiger als die Hauptachse.
Glasüberdachte Einkaufspassage in München mit Fußgaengern, Architektur im Stil der Kaufingertor Passage

Was 2019 gefeiert wurde

Am Freitag, den 14. Juni 2019, lud die Kaufingertor Passage ab 14 Uhr zum öffentlichen Jubiläumsfest. Sandmalerei, Luftballonkünstler und Stand-up-Zauberei sorgten für Programm, jeder war willkommen. Das Motto damals: modern, sympathisch und weltoffen. Genau dieses Selbstverständnis hat die Passage von einer reinen Durchgangsachse zu einem eigenen Ziel im Herzen der Altstadt gemacht. Wer dabei war, erinnert sich weniger an einen reinen Verkaufstag als an einen Nachmittag, an dem die Passage selbst zur Bühne wurde.

Die Geschichte reicht weiter zurueck als das Eröffnungsjahr 1994. Das namensgebende Kaufingertor war eines der historischen Stadttore Münchens, der Straßenzug zählt zu den ältesten Handelsachsen der Stadt. Die Passage greift diese Tradition auf und übersetzt sie in eine zeitgemäße Einkaufsarchitektur unter Glasdach. Du läufst hier also nicht durch ein beliebiges Center, sondern durch ein Stück Münchner Handelsgeschichte, das sich neu erfunden hat.

Ein wiederkehrendes Highlight waren über die Jahre die saisonalen Installationen unter der Decke. Schwebende Objekte und Lichtinszenierungen machten aus dem Durchgang ein Fotomotiv, das Besucher zum Stehenbleiben brachte. Solche Inszenierungen klingen klein, sie sind aber genau der Hebel, der eine Passage von einer reinen Abkuerzung unterscheidet.

Eine Innenstadt-Passage lebt nicht von der Fläche, sondern vom Grund, dort stehen zu bleiben statt nur durchzulaufen.

Sechs Jahre spaeter: der Stand 2025

Die Befürchtung, dass kleine Innenstadt-Passagen vom Strukturwandel im Einzelhandel überrollt werden, hat sich hier nicht bestaetigt. Die Kaufingertor Passage ist 2025 weiter geöffnet, üblicherweise Montag bis Samstag von etwa 9 bis 20 Uhr. Der Mietermix deckt nach wie vor Mode, Schmuck, Reise und Lifestyle ab, ergänzt um Gastronomie für die Pause zwischendurch. Wenn du also einen Schauer überbrücken oder einfach kurz aus dem Trubel raus willst, ist die Passage ein verlaesslicher Stopp.

Bemerkenswert ist, dass internationale Marken die Lage am Marienplatz neu für sich entdeckt haben. Mit Ray-Ban und einem Lego-Flagship-Store sind zuletzt Adressen dazugekommen, die gezielt auf Laufkundschaft und Erlebnis setzen. Das ist ein gutes Signal: Eine Passage, die 1994 startete, bleibt rund 30 Jahre spaeter eine gefragte Adresse für Marken, die physische Präsenz in bester Münchner Lage wollen. Genau diese Markenmischung macht den Bummel für dich abwechslungsreicher als der Klick durch einen Online-Shop.

Wer die Passage heute besucht, sucht selten nur das eine Produkt. Es geht um den kurzen Weg vom Marienplatz, das geschützte Dach bei Regen und die Mischung aus Shopping und Cafe-Pause. Diese Qualitäten lassen sich online nicht abbilden, und genau hier liegt die Stärke kompakter Innenstadt-Passagen gegenüber dem reinen Versandhandel. Du bekommst Atmosphäre, kurze Wege und das Gefühl, mitten in der Stadt zu sein, ohne dich durch das Gedränge der Hauptachse schieben zu müssen.

Warum die Lage den Unterschied macht

Die Verbindung von Kaufinger Straße und Fürstenfelder Straße macht die Passage zur logischen Abkuerzung im Fußgängerstrom rund um den Marienplatz. Wer einmal drin ist, bleibt eher, schaut sich um und kehrt ein. Für Händler bedeutet das verlaessliche Frequenz, für dich eine ruhigere Alternative zum Gedränge auf der Hauptachse. Diese stille Logik der guten Lage ist der eigentliche Grund, warum die Passage seit 1994 trägt.

Dazu kommt der Wetterfaktor, der in München nicht zu unterschaetzen ist. Bei Regen oder im Hochsommer ist das Glasdach ein echter Vorteil, du shoppst trocken und kühl, ohne den Bezug zur Stadt zu verlieren. Plane den Besuch am besten unter der Woche am Vormittag ein, dann hast du die Passage fast für dich, bevor der Nachmittagsstrom vom Marienplatz hereinschwappt.

So planst du deinen Besuch

Der schnellste Weg führt dich über den Marienplatz in die Kaufinger Straße, von dort biegst du in die Passage ab und kommst auf der Fürstenfelder Straße wieder heraus. Kombiniere den Bummel mit einem Kaffee in der Passage und häng noch einen Abstecher zu den umliegenden Einkaufsstrassen dran. Wer das Thema Münchner Shopping weiterdenken will, findet bei uns einen Überblick zu den wichtigsten Einkaufsstrassen der Stadt. Und wenn du deinen Stadtbummel mit Kultur verbinden möchtest, lies unsere Notizen zur Kultur-Nacht in München.

Kurz geklärt

Wann wurde die Kaufingertor Passage eröffnet?

Die Passage öffnete im Mai 1994. Das 25-jährige Jubiläum wurde entsprechend am 14. Juni 2019 mit einem öffentlichen Fest begangen, 2025 ist sie rund 31 Jahre alt.

Wo genau liegt die Passage und wie kommst du hin?

Sie liegt mitten in der Münchner Altstadt nahe dem Marienplatz und verbindet auf rund 70 Metern die Kaufinger Straße mit der Fürstenfelder Straße. Du erreichst sie zu Fuß vom Marienplatz in wenigen Minuten, die Verkaufsfläche beträgt etwa 4.600 Quadratmeter unter einem Glasdach.

Ist die Kaufingertor Passage 2025 noch geöffnet?

Ja. Die Passage ist weiter in Betrieb, üblicherweise Montag bis Samstag von etwa 9 bis 20 Uhr, mit Mode, Schmuck, Lifestyle und Gastronomie sowie neuen Flagship-Stores wie Ray-Ban und Lego.

Lohnt sich der Besuch für dich heute noch?

Wenn du am Marienplatz unterwegs bist, ja. Du bekommst kurze Wege, ein Glasdach gegen Regen und eine ruhigere Markenmischung als auf der Hauptachse. Für einen entspannten Stopp zwischen zwei Terminen ist die Passage ideal.

Bildquelle: Pexels / Esmerald Heqimaj
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